Blau wie das Meer

Schon gegen halb acht ist es vorbei mit dem Schlaf. Die Sonne ist hinter dem Berg auf gestiegen und knallt ohne Unterlass auf unser Zelt hinab. Es ist unmöglich nochmal die Augen zu zu machen. Das Festival erwacht leicht verkatert. Nach und nach wird Schatten und Abkühlung aufgesucht.
Gut, dass es um Tolmin herum so einiges zu entdecken gibt, so hat man die Möglichkeit sich seinen eigenen Lieblingsplatz zu suchen.
Unser Weg führt uns hinauf zu den Tolminer Klammen. Dort fließt die eiskalte und kristallblaue Tolminka der Soča entgegen.

Bald schon weicht die drückende Hitze dem kühlen Rauschen des Baches. Hier kann man über Felsen klettern, die Füße ins Wasser halten und einfach nur dem Rauschen lauschen.
Ein wunderschöner Flecken Erde!

Ein anderer Ausflug führt durch einen Kühlen Wald (an der Nordseite eines Hügels entlang) auf eine Burg, von der man einen wunderschönen Blick über das Tal und das Festivalgelände hat. Auf dem Weg kommt man an Relikten des ersten Weltkriegs vorbei und kann sich in kleinen Höhlen noch zusätzlich abkühlen.

Vielen Dank Metaldays, für die netten Begegnungen, die Entdeckung des besten Blaubeer-Ciders von Welt!, Plantsch-Wasserspaß und Rafting in einer unfassbar schönen Kulisse!
Nicht zuletzt auch für ein paar gute Konzerte (While She Sleeps, Finntroll, Sings Of Algorithm, Arch Enemy). Vor allem aber das von Korpiklaani, die trotz 5 minütigen Stromausfall eine derartig grandiose Gruppendynamik im Publikum geschaffen haben. Es war mir eine Freude, mit all den anderen im Regen/Gewitter zu tanzen. 🙂
Schade, dass es dieses tolle Festival nicht mehr lange geben wird. :-/
Aber auch ohne Festival komme ich gerne wieder, geliebtes Slowenien! 🙂

Du hast die SD-Card vergessen…*

Der Fels spendet Schatten, das schmelzende Schneefeld dort über mir schickt ein kleines, tropfendes Rinnsal an ihm herab.
Obwohl der Hang nordwärts ausgerichtet ist, brennt die Sonne ohne Erbarmen herab.
Mein Atem wird langsamer, ich gönne mir den ersten ausgedehnten Blick hinab. In die Schlucht, welche weit unter mir liegt. Schwindel erregend liegt sie dort in der Tiefe. Ein Moment in dem mir unter normalen Umständen das Herz in die Knie oder noch tiefer gerutscht wäre. Ich lehne mich gegen den Fels und er kühlt meinen Rücken. Es gibt kein zurück! Jetzt steht es fest! Schnell packe ich das Trinken weg und schultere meinen Rucksack. Den Blick kann ich während dessen nicht vom Abgrund nehmen. Er fesselt, bannt mich mit seiner schroffen Schönheit! Zieht mich schauerlich-magisch an…

Der Weg ist das Ziel. Das erste Mal in meinem Leben wird mir dieser Satz so wirklich vor Augen geführt! Nicht der Gipfel, der über mir thront, der Weg begeistert bei dieser Tour.
Als mich der Bus an der Landstraße mitten in der Landschaft ausspuckt, bin ich eine von drei Personen die den Weg in die selbe Richtung einschlagen.
Zuerst Forststraße durch den typischen Fichtenwald. Er spendet Schatten und es ist trotz den bereits steigenden Temperaturen angenehm kühl. Gleichzeitig verströmen die Kiefern einen angenehmen aromatischen Geruch.
Bald erreiche ich den gewünschten Wegweiser und betrete die Wolfsschlucht.
Immer am, über und durch den Bach führt mich der Weg. Ich halte meine Hände hinein und kühles, glasklares Wasser umspielt meine Hände.**


Weiter geht es schließlich in die Große Wolfsschlucht, wo mich ein Schneefeld überrascht. Es ist so abgetaut, dass es eine Art Tunnel bildet. Als ich durch den Tunnel gehe tropft es von der Decke und sorgt für eine angenehme Abkühlung. Doch es ist kein Durchkommen, der Tunnel endet in einer Sackgasse und so klettere ich die Verschneidung zwischen Eis und Felswand hinauf, um schließlich darüber hinweg steigen zu können.


Als ich um die Ecke biege tut sich ein unglaublicher Blick auf. Links rauscht ein Wasserfall die Felswand hinab, um mich herum ein Bollwerk aus grauem Gestein. Die Sonne lässt die Gischt des Wasserfalls wie kleine Perlen schillern.
Und so verweile ich nur kurz um schließlich beherzt den kleinen Klettersteig in Angriff zu nehmen.

Ab hier startet der kleine Klettersteig

Erst etwas unsicher, dann mit mehr Zuversicht klettere ich die Wand hinauf. Nehme ab und zu das Drahtseil zur Hilfe. Die Aussicht wandelt sich: Kam ich mir soeben noch klein und verloren in dieser Schlucht vor, bin ich jetzt schon weit über ihr und kann auf sie hinab schauen. Sie wirkt zusammengekauert, sehr friedlich und beinahe sanft.
Schnell geht es bergan, die Sonne brennt unaufhaltsam auf mich herab und die Felswand läd sich immer mehr mit Hitze auf. Bei jedem kleinen Schattenplatz mache ich Halt. Versuche so oft wie möglich etwas zu trinken.
Die Kletterei macht dennoch unglaublich Spaß. Ich mag es wie sich das Profil der Wanderschuhe dem Fels anpasst, wie sich der Fels mal kühl, mal sonnenwarm anfühlt. Mag die kleinen Klimmzüge.
Als ich über mir einen Felsvorsprung sehe, beschließe ich dort eine kurze Pause zu machen. Ein Blick auf das Handy sagt mir, dass ich bereits die Hälfte Kraxelei hinter mir habe.
Glücklich lasse ich mich im Schatten nieder.
Unter mir zeichnet sich die Wolfsschlucht klein ab. Das Schneefeld kann ich von hier gar nicht mehr sehen. Mein Blick folgt dem Weg der sich stark in Serpentinen ansteigend dem Fels nähert und den Drahtseilen, welche die kritischen Stellen entschärfen.
Und auf einmal stocke ich. So hoch bin ich! So tief geht es dort vor mir hinab! Es ist so verdammt heiß!

Tiefer Abgrund ist tief! 😀

Ich schaue hinauf und stehe die steile Passage, welche mich erwartet.
Leise tröpfelt das Schmelzwasser neben mir den Fels hinab. Dieser Fels, der mich immer wieder mit purem Glück, aber gleichzeitig mit panischer Angst befällt
Der Fels, den ich lange Zeit so sehr vermisst habe. Der Fels, der mich oft in die Knie und an meine Grenzen gezwungen hat…

Der Abgrund zieht mich magisch an. Aber es gibt einen Unterschied zu sonstigen Szenen wie dieser. Ich habe keine Angst!
Ich fühle mich sicher. Kein „was wäre wenn–Gedanke“ macht sich breit. Das hier, das ist perfekt! In genau dieser Art und Weise.

Etliche Höhenmeter später erreiche ich einen kleinen Buchenwald.*** Er empfängt mich mit Kühle und auch dem typischen „Bergwald-Geruch“. Nach einer kleinen Verschnaufpause geht es die letzten Höhenmeter hinauf und bald gelange ich auf den Weg, der mich zum Gipfel führen soll. Hier blüht es auf den Wiesen. Und wie!

Mindestens drei verschiedene Enzian Arten, Arnika, die ulkigen lila Kugelblumen, diverse Nelken-, Primelarten und ich glaube auch ein paar Orchideengewächse erspäht zu haben. Und gefühlt jeder Stein liegt unter einer Decke aus weißem Silberwurz. Auch meine Freunde die Trollblumen wachsen hier in Scharen. Was für eine Augenweide für ein Blumenkind wie mich
Leider gibt es hier oben kaum noch Schatten und so versuche ich so schnell wie möglich zum Gipfel zu gelangen.

Der Ausblick nach Österreich.

Nachdem ich ein paar Minuten Pause gemacht habe, beginne ich den Abstieg. Leider ist ein Teil des Weges gesperrt und so mache ich einen kleinen Umweg, komme aber dabei an einer Alm vorbei um mir die beste kalte Spezi der Welt (!) zu gönnen. Um schließlich durch den Wald hinab zur Bushaltestelle zu wandern.
Am Tegernsee wird der überhitzte Körper erst mal bei 18 C° Wassertemperatur auf Trollniveau hinunter gekühlt. Die Füße und die Seele baumeln gelassen, die letzten Snacks verspeist, um dann im abendlichen Licht mit dem Zug zurück nach München zu fahren.
Was für eine wunder-wunder-wunderschöne Tour!
Ich glaube ich bin ein bisschen verliebt. 😉

Notizen:

Route: Die Wanderung kannst Du hier nach wandern.
Schwierigkeit: Es ist eine recht ruhige Tour, nur oben am Schildenstein hat man mehr Gesellschaft.
Vielleicht nicht für blutige Anfänger geeignet und man sollte schon halbwegs trittsicher und schwindelfrei sein.
Aber ich würde sagen: wer den Kofel schafft, ohne viel Angst und Mühe, kann mit ein bisschen mehr Ausdauer auch durch die Wolfsschlucht zum Schildenstein hoch. Sonst würde ich die ersten 50 Meter Kletterei mal probieren und schauen ob es sich gut anfühlt, schlimmer als hier wird es nicht mehr. 😉
Der Weg lohnt sich absolut!
Anreise: Die Anreise mit Bahn und Bus ist unkompliziert. Mit der Bahn von München nach Tegernsee und weiter mit dem Bus 9556 (in Richtung Kreuth) zur Haltestelle Siebenhütten.
Der Bus auch sehr gut auf die Abfahrt des Zuges abgestimmt und man kann sich auch ordentlich Zeit für die Tour lassen, da der Bus samstags zu recht humanen Zeiten fährt.****

* „Keine Speicherkarte,“ oder auch: Wie ich „trainingsbedingt“ knapp einen Kilo Kamerakram um sonst den Berg hoch schleppte… ^^°
** Wer nochmal eine Pinkelpause benötigt sollte sie bald in Angriff nehmen, danach wird‘s etwas deckungskarg. 😉
*** Jetzt hast Du es fast geschafft! Die Kraxelei ist (leider) vorbei und zum Gipfel ist es auch nicht mehr so weit. Zeit für eine kleine Pause. 😉
**** Ja, das war ein Lob an die Öffies! 😉

Trink mal was!

Mindestens 1,5 – 2 Liter Flüssigkeit, vor allem bei diesen Temperaturen.
Ein Reminder-Service von Trollelfenwald.de 😉

Eistee-Sirup mit Ingwer, Orange und Zitrone

Zutaten:
300 g Zucker
300 ml Wasser
2-3 cm frischen Ingwer
1 EL Abrieb einer Bio-Zitrone
150 – 200 ml frisch gepresster Orangen- +/- Zitronensaft
3 TL Earl Grey

Zuerst wird der Ingwer mit Schale fein gerieben oder in kleine Stücke gehackt und die Schale von einer Bio-Zitrone abgerieben.
Anschließend presst du den Saft von den Zitronen und/oder den Orangen aus, dass du ca. 150 ml bekommst.

Du Füllst nun den Zucker, das Wasser, den Schalenabrieb und den Saft in einen Topf und kochst das Ganze einmal auf.

Anschließend nimmst du den Topf von der Platte und hängst das Teesieb mit dem Earl Grey hinein. Den Ansatz lässt du nun ca. 5 Minuten ziehen.

Nun gießt du den Ansatz einmal durch ein feines Sieb und kochst es noch einmal ein paar Minuten auf. Dadurch wird der Sirup länger haltbar.

Anschließend füllst du die heiße Flüssigkeit in sterilisierte Flaschen ab und lässt es abkühlen.
Im Kühlschrank hält sich der Sirup ein paar Wochen.
Ergibt ungefähr 750 ml.

Ich habe den Sirup nun schon ein paar mal in verschiedenen Varianten ausprobiert.
Wenn du ihn mit mehr Orangen machst, wird er etwas süßer.
Nur Zitronen geben ihm einen wesentlich mehr säuerlichen Geschmack, erfrischt aber im Sommer etwas mehr. Ich bilde mir ein, dass hier auch die Schwarzteenote etwas mehr zur Geltung kommt. 😉
Auch bei der Ingwermenge kannst du nach Geschmack variieren. Ich mag es lieber scharf und mache mehr rein. 😉

Mähtier

So kurz vor Ostern ist es an der Zeit für ein kleines Tutorial mit vielen semiguten Bildern.
Man bemüht sich, aber wenn das Licht schwindet… Du kennst das ja.

Aber es ist ein nettes Projekt, das schnell von der Hand geht und vielleicht brauchst Du ja noch ein kleines Mitbringsel für Ostern?

Anleitung für Wollschafis

Du brauchst:

  • Einen guten Rest dicke Wolle (je dicker die Wolle, desto wolliger das Schaf, ich habe die Restwolle vom Lopi genommen)
  • Zwei passende Stricknadeln (hier Größe 4)
  • Füllmaterial (Watte, Füllwatte, Wolle…)
  • Eine große Nähnadel
  • Eine Schere

Es ist ganz einfach!
Du musst für das Schaf nur rechte Maschen beherrschen, abketten und zunehmen können. Also ein super einfaches Einsteigerprojekt! 🙂
Und alles was Du als Anleitung brauchst, ist im Grunde nur das folgende Bild.

Los geht‘s! Du schlägst 24 Maschen an und strickst erstmal 8 Reihen kraus rechts. Das heißt, Du strickst auch beim Umdrehen des Strickwerks rechts.
Bei der 8 Reihe kettest du 8 Maschen ab, strickst die folgenden Maschen bis zum Ende der Reihe. Dann wendest du das Strickstück und nimmst wieder 8 Maschen ab.
Jetzt blieben Dir folglich nur noch 8 Maschen in der Mitte. Diese Strickst Du wieder 8 Reihen lang kraus rechts.
Jetzt nimmst Du an jeder Seite wieder 6 Maschen auf und strickst weiter wie auf dem Bild oben angezeigt. Bei den kürzeren Beinen verfährst du genauso wie zuvor.

Wenn Du fertig bist, sollte das so ähnlich aussehen. 😉

Jetzt kannst du die hinteren und vorderen Beinchen schließen und schon einmal mit Füllmaterial befüllen.

Nun geht es mit dem Kopf weiter. Erst schließt du den vorderen Teil.

Dann schließt Du die Seiten, jetzt kann man ganz gut den Daumen hinein stecken.
Quasi ein Daumen im Schafspelz. 😉

Hier kannst Du auch schon rechts und links die Ansätze von Ohren erkennen. 😉

Anschließend füllst Du den Kopf und schließt die Hals und Bauchnaht.
Wenn Du am Hintern angekommen bist, kannst Du noch mal den Rumpf und Hals gut ausstopfen und schließlich den Rest zu nähen.

Und fertig ist das Osterschafi. 🙂

Wenn du das Schaf größer, kleiner, dicker oder (noch) dünner haben möchtest, kannst Du das ganz einfach anpassen in dem du weniger/mehr Maschen abnimmst oder mehr/weniger anschlägst. 🙂

Viel Spaß! 🙂

Après Rodeling

Während sich alle Leute im Winter heldenhaft und todesmutig mit Skiern Pisten hinab stürzen, bin ich wohl eine der wenigen Bayern die dieses Klischee nicht erfüllen. Und auch nicht erfüllen wollen.
Aber irgendwie ist es auch doof über den Winter auf die Berge zu verzichten. Eine Sucht bricht ja nicht saisonal einfach ab. 😉
Und während ich erfolgreich darüber prokrastiniere, ob ich mir nun Schneeschuhe kaufen soll oder nicht, habe ich doch tatsächlich schon letztes Jahr ein gutes Hobby gefunden das dem Anspruch des Bergtrolls entspricht.
Das Rodeln!
Keine kahl gerodeten Hänge, keine Schneekanonen, nur geräumte Forstwege und jede Menge Spaß!
Nachdem es letztes Jahr so ein Erfolg war, konnte diese Saison natürlich nicht ohne das neue Winterhobby an mir vorbei ziehen. Schnee gab es ja genug.

Und so zog es uns hinaus, bei perfektem Sonnenschein, fast schon frühlingshaften Temperaturen.
Erstes Ziel war das Hörnle, das kennt man ja schon. Bisher allerdings nur (fast) schneefrei.
Dieses Mal wanderten wir von Bad Kohlgrub aus den ausgetretenen Sommerweg hinauf.

Oben auf dem Gipfel (der erste Gipfel des noch jungen Jahres!) genossen wir die warme Sonne und Aussicht!
Vor allem die Zugspitze zeigte sich umgeben von einem weiß-bauschigem Umhang aus Schneeverwehungen. Märchenhaft!

Die Rodelbahn war leider schon etwas in Mitleidenschaft gezogen. Der Schnee sehr, klitschig, viele Wellen in denen man stecken blieb und teilweise ging es Bergauf. Dort musste man tatsächlich absteigen und eine ganze Weile gehen…

Eine Woche später zog es uns wieder hinaus. Das Wetter beinahe genauso grandios. Klarer, blauer Himmel. Hier und da ein paar fluffige Wölkchen.
Und so zogen wir unsere Schlitten den Hirschberg (beim Tegernsee) hinauf. Dabei hätte es gerade im schattigen Wald Grödel gebraucht, weil man jeden Schritt beinahe wieder runter gerutscht ist.
Nach diesem kräftezehrenden Aufstieg lockte uns der ausgetretene Trampelpfad zur Hirschberg-Hütte. Wir stellten unseren Schlitten beim Materiallift ab und stapften den Weg stetige Höhenmeter steil bergan.

Am Kratzer angekommen genossen wir erstmal die Aussicht. Weniger bekannte Gipfel waren zu sehen. Nur die Brecherspitz und der Tegernsee waren mir bekannt. Wir entschieden uns gegen einen weiteren Gipfelsturm zum Hirschberg hoch und kehrten erst mal in der Hütte ein, um uns für den Abstieg und anschließenden Rodelspaß zu stärken.

Leider war auch hier am Anfang die Bahn etwas klitschig und angeschmolzen, später wechselten sich aber feuchte Stellen mit Vereisungen ab, sodass man ordentlich Schwung bekam und so schön schnell die Serpentinen hinunter raste.
Alles in allem eine wesentlich tollere Strecke als die vom Hörnle. Man ist wesentlich schneller und auch länger unterwegs. Dafür gibt es für die Faulen kein Lift. Was aber auch weniger Verkehr bedeutet. 😉
Die Option das ganze mit einer kleinen Winterwanderung zu verbinden. Die Hütte war bei dem tollen Wetter kaum besucht – was uns zusätzlich verwunderte/erfreute.
Allerdings wären beim nächsten Mal für den Auf- und Abstieg Grödel hilfreich.

Park & Ride mal anders. 😉

Beide Touren kann man gut mit den Öffentlichen erreichen.
Beim Hirschberg sollte man mit dem Auto früh dran sein, da die Parkplätze am Start der Rodelnbahn schnell belegt sind.
Aktuelle Bedingungen schaust Du am Besten in diesem tollen Rodel-Führer nach.

RingelRingelRingel

So viele Rezepte hier!
Mal Zeit für anderen Inhalt. Da warten noch so viele Dinge die ich selbst gemacht habe darauf auch endlich hier stolz vorgezeigt zu werden. Zum Teil schon über ein Jahr.
Ich gebe zu, das nervt mich!
Das Problem an der Sache ist, dass ich unglaublich gerne hinter der Kamera stehe. Und so unglaublich ungern davor. Und wenn, dann nur mit Grimassen und unter vehementem Protest!
Und wer möchte schon Pullis oder Mützen auf dem Boden liegend sehen?! Kleidung wirkt halt nur angezogen. Du siehst das Problem? 😉
Umso besser dass Socken, die an Füßen sitzen, eine exponiertere Lage haben – das heißt, sie sind auch alleine photographierbar. Zumindest irgendwie. 😉

Hier also ein Projekt von (vor)letztem Jahr. Ringelrestesocken, aus den Resten die mal weg mussten. Gleichzeitig stecken da viele Geschichten drin. Manch eine Wolle ist weit gereist, hat in schweren Zeiten als Ablenkung gedient, als Geschenk und hat viele Füße lange warm gehalten. Manche wurden rechtzeitig fertig, manche nicht. Manche sind mit in die Ewigkeit gewandert, manche haben den Besitzer vor Fertigstellung noch schnell gewechselt. Da waren die ersten Socken für mich, die Eis und Feuer-Socken (sogar verbloggt ;)) und ein paar, die den Weg nie hier her geschafft haben.
All diese Socken dürfen nun zumindest in kleinen Teilen mit Reisen und waren sogar schon im vorweihnachtlichen Prag mit dabei. 😉
Und irgendwie ist das ein schöner Gedanke: Vergangenheit, verstrickt mit all dem was da auch immer kommen mag!

Schnittmuster: Regenbogenringel
Bei der Größe habe ich mich nach der dieser Tabelle* orientiert und eine Käppchenferse gestrickt.
Sie sind etwas weit am Knöchel, da würde ich bei den nächsten Exemplaren ein paar Abnahmen einbauen. Die Länge würde ich vielleicht so bei behalten, vielleicht sogar Kniestrümpfe anpeilen.

*nicht bezahlt, nicht gesponsort, könnte dennoch als Werbung gehalten werden. Daher vorsichtshalber mal markiert und darauf hingewiesen… 😉

Chatty Cheddar

Draußen haben sich die fluffig-weichen, weißen Schneemassen in kalten eisigen Regen verwandelt. Die Motivation raus zu gehen ist somit auf ein Minimum gesunken. Und so habe ich auch keine Ausrede mehr mich nicht meinem Blog zu zuwenden…
Das Sorgenkind Blog braucht ein bisschen Futter und weil schon seit knapp einem Jahr bearbeitete Fotos und ein Rezept hier auf der Festplatte ausharren, ist es an der Zeit.

Käse-Cookies
(gesehen auf livingathome.de)

Zutaten:
210 g Mehl
1 Tl Zucker
1/2 Tl Salz
1/4 Tl gemahlener Kümmel
1/4 Tl Cayennepfeffer
125 g Butter
1 Ei
1 Tl kaltes Wasser
150 g geriebener Cheddar
1/4 Tl Kreuzkümmel
1 Tl grobes Meersalz

Mehl mit Zucker, Salz, gemahlenem Kümmel und Cayennepfeffer in einer Schüssel vermischen. 125 g kalte Butter in Stückchen mit den Knethaken des Handmixers untermengen, bis die Mischung grob krümelig ist. Ei und 1 Tl kaltes Wasser unterkneten. Geriebenen Cheddar, Gruyère oder Parmesan mit den Händen unter den Teig kneten, bis er glatt ist, eventuell noch 1 Tl kaltes Wasser hinzugeben, falls mehr Feuchtigkeit benötigt wird. Den Teig zu einem flachen Ziegel formen und in Frischhaltefolie gewickelt ca. 1 Stunde kalt stellen.

Kreuzkümmel und grobes Meersalz im Mörser zerstoßen. Den Ofen auf 200 Grad Unterhitze oder Umluft vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen. Aus je 2 Tl Teig kleine Kugeln formen und im Abstand von ca. 3 cm auf die Bleche legen, dann zu flachen Cookies drücken. Wohldosiert mit der Kümmel-Salz-Mischung bestreuen. Nacheinander auf mittlerer Schiene etwa 12 Minuten blassgold backen, die Kekse dürfen kaum Farbe annehmen. Die Käse-Cookies auf den Blechen vollständig abkühlen lassen.

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich sie gegessen habe. Aber ich kann mich noch daran erinnern, dass sie mir durch das aufgestreute Salz etwas zu salzig waren. Daher würde ich einfach weniger Salz nehmen oder lediglich Kreuzkümmel.
Super lecker, vor allem wenn man nach all dem Weihnachtssüßkram keinen Zucker mehr sehen kann.
Und jetzt… habe ich Hunger auf Chips! Gut gemacht! 😉

Die Bilder sind bei der „Jahresabschlusswanderung“ im – dort noch schneefreien – Murnauer Moos entstanden.

Die Zweite Kerze

Hier habe endlich mal ein Rezept für ungeduldige Weihnachtsbäcker. 😉
Es geht super schnell und ohne zu viel Aufwand. Dabei kommen wunderbar aromatische, fluffig-weiche Plätzchen heraus!
Außerdem kann man nebenher noch ein bissl vom Glühwein probieren – wenn das mal nichts ist! 😉

Glühweinschnitten 2018

Glühwein-Dreiecke
(irgend ein Dr. Oethker Kochbuch)

Zutaten:
250 g weiche Butter
250 g Zucker
1 (1 EL) Päckchen Vanillezucker
4 Eier (Gr. M)
250 g Weizenmehl
1 Pck. Backpulver
125 ml Glühwein
100 g geriebene Zartbitterschokolade
120 g abgezogene, gehackte Mandeln
200g Puderzucker
2-4 EL Glühwein (eher 4-5 EL)

Butter mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe geschmeidig rühren. Nach und nach Zucker und Vanillezucker dazu geben und so lange rühren, bis eine gebundene Masse entstanden ist.

Eier nach und nach unterrühren (jedes Ei ca. ½ Minute). Mehl und Backpulver mischen, sieben und portionsweise mit dem Glühwein auf mittlerer Stufe unterrühren. Zuletzt die Schokolade dazu geben.

Backblech mit Backpapier auslegen und ggf. einfetten. Den Teig auf das Backblech streichen.
Dann bei 200°C bei Ober-/Unterhitze ca. 25 Minuten backen.

Das Gebäck vom Rand lösen und auf ein Kuchenrost ziehen und kurz abkühlen lassen.

Den Puderzucker mit dem Glühwein zu einem dickflüssigen Guss verrühren und auf dem noch heißen Gebäck verteilen. Die Mandeln sofort darüber streuen und komplett auskühlen lassen.

Anschließend mit einem scharfen Messer in Dreiecke schneiden.

(Man kann vorher die Mandeln noch in einer Pfanne ohne Fett anrösten, das habe ich mir allerdings gespart.)

Rotweinschnitten 2018
Der Guss schmeckt auch außerordentlich lecker… ^^° *nomnom*

Die Erste Kerze

Adventszeit – Backzeit!
Ich war auch wieder traditionell am Buß- und Bettag fleißig in der Küche und habe die erste Sorte Plätzchen gebacken.
Allerdings war dieses Jahr die Suche nach neuen Plätzchen irgendwie etwas zäh. Aber wenn man dann mal dran ist – und so liebe Unterstützung hat – dann landet man doch irgendwann bei ein paar Neuen.
Mal sehen wie viele Sorten es dieses Jahr werden…

So, Küche aufgeräumt! Schürze geschnürt! Es kann los gehen. 🙂

Zimtberge 2018

Zimtberge
(aus irgend einem Dr. Oethker Backbuch)

Zutaten:
200 g gemahlene Haselnüsse
3 Eiweiß
1 TL Zitronensaft
220 g Puderzucker
2 TL Zimt
1 EL Zitronenschale
70 g abgezogene gemahlene Mandeln

Haselnusskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und zur Seite stellen.
Den Ofen auf 150 Grad vorheizen.

Eiweiß und Zitronensaft steif schlagen.
Nach und nach Puderzucker unterschlagen.
Von dieser Mischung zwei große Esslöffel in einen Spritzbeutel abfüllen.

Zimt, Zitronenschale, Mandeln und Haselnüsse mischen und auf mittlerer Stufe in die Eischneemasse einrühren.

Mit 2 Teelöffeln den Teig auf ein mit Backpapier ausgelgetes Backblech geben. Dabei genügend Abstand lassen.

Vom Spritzbeutel einen kleinen Klecks der anderen Eischneemasse auf die „Berge“ geben.

Bei Ober-/Unterhitze 150°C ca 25 – 30 Minuten backen.
Die Plätzchen mit dem Backpapier auf ein Gitter ziehen und dort vollständig abkühlen lassen.

Zimtberge 2018

Die Makronen lassen sich schnell machen und schmecken wirklich gut. Die leicht zimtige Note zu den Haselnüssen und Mandeln passt perfekt.
Allerdings würde ich beim nächsten Mal weniger Zucker nehmen, da sie doch sehr süß sind. (Was bei mir was heißen muss!)
Perfekte Eiweißverwertung!

Zimtberge 2018

Loituma

Deister 2018Es wird kälter, dunkler, nebeliger! <3
Herbstwetter ist Suppenwetter!
Darum hier nun ein Rezept, um nach einer eisigen Herbstwanderung den Magen zu füllen und gleichzeitig die Wärme zurück in den Körper zu bringen. Vor allem, wenn sie einen Hauch von scharfem Curry enthält!

Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe mit Lauch
aus Vegetarisch genießen von Dagmar von Cramm & Martin Kintrup

Zutaten:
für 4 Portionen

750 g Kartoffeln
1 Zwiebel
1 EL Sesamöl
1 TL Currypulver
1,2 l Gemüsebrühe
2 Stangen Lauch
2 EL Rapsöl
2 EL Sasamsamen
150 g Sahne
Salz & Pfeffer

Die Kartoffeln schälen und grob würfeln.
Die Zwiebel schälen und klein würfeln.
Das Sesamöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Kartoffeln kurz mitbraten, das Currypulver darüber stäuben. Brühe angießen, aufkochen und die Kartoffeln bei kleiner Hitze zugedeckt in ca. 15 Min. weich garen.

Inzwischen den Lauch putzen, in Ringe schneiden, diese gründlich waschen und abtropfen lassen. Rapsöl in einer Pfanne erhitzen, den Lauch darin anbraten und anschließend zugedeckt ca. 5-10 Min. dünsten. Die Sesamsamen in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften.

Die Sahne zur Suppe geben und alles fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe mit Lauchringen und Sesamsamen bestreut servieren.

Kartoffelsuppe

Die mystischen Waldfotos stammen aus dem Deister, den wir neulich bei eisigem Nordwind bewandert haben.