Feste feiern

Brecherspitze 2017

Ereignisreiche Wochen liegen hinter mir. Ich komme gar nicht hinterher mit Eindrücken aufnehmen und noch weniger sie hier irgendwie zu zeigen.

Brecherspitze 2017

Es wurde (mal wieder) ein runder Geburtstag groß gefeiert. Ich glaube das Geburtstagskind weiß nicht, dass es in Wirklichkeit uns Gästen genauso (oder noch mehr) beschenkt hat, als wir das Geburtstagskind. Es gab Gipfelschnaps, Hüttenschnaps, Geburtstagsschnaps, Kaiserschmarrn, Knödel, einen gemütlichen Hüttenabend und mit Helium gefüllte Luftballons! Was will man mehr! Ach ja… und Seifenblasen! 😀

Brecherspitz 2017

Aber bevor es mit dem Feiern los ging, mussten wir uns das wirklich verdienen und so setzten wir uns steil bergan in Bewegung. Ziel: Die Brecherspitz. Dort wurde ausgiebig gebrotzeitelt und dann schließlich hinab zur Oberen Firstalm gewandert. Der Weg führte über einen Grat und hat mich unweigerlich ein bisschen an die Heimgartentour erinnert. Ich mag Gratwanderungen!
An der Alm erwarteten uns bereits gemütliche Liegen und frische Ausgezogene (Das ist eine Süßspeise, nix anderes! ;)). Mjami!

Brecherspitz 2017

Brecherspitz 2017
Alpendolen, habe ich schon lange nicht mehr gesehen!
Brecherspitz 2017
Und ein Gipfelkreuz gab es hier auch schon lange nicht mehr…
Brecherspitz 2017
Über diesen Grat ging es hinab zur Alm.

Obere Firstalm 2017

Am Abend konnte man noch ein bisschen den Sonnenuntergang bestaunen.

Obere Firstalm 2017

Um am nächsten Morgen noch die letzten Stahlen der aufgehenden Sonne vom Hüttenfenster aus sehen zu können. Ohne aus dem warmen Bett auf zu stehen! Ein rundum schönes Wochenende! Gerne wieder!

Obere Firstalm 2017

Damn Deal Done

Manchmal lernt man innerhalb von wenigen Tagen viel über sich selbst, manchmal braucht es nur ein paar Stunden, Minuten oder aber auch Jahre.
Heute mag ich mal hier ein neues Thema ansprechen. Keine Ahnung ob es Dich interessiert, aber das ist egal. Du kannst ja morgen wieder kommen – oder so. 😉
Das Thema heute ist nämlich mit Sport verbunden, genauer genommen mit dem Laufen.
Das mache ich ja schon seit ein paar Jahren. Klein Angefangen und jetzt…
Aber ich beginne mal von vorne.

Im Januar war so ziemlich alles ziemlich schwer, anstrengend und ich war voller Wut. Bis eine Freundin mir einen Vorschlag machte. Sie würde beim Münchner Stadtlauf mitlaufen, ich könnte ja auch. Und im Februar schließlich habe ich mich angemeldet. Nicht für 5, nicht für 10 km. Nein. Für den Halbmarathon. Und das hatte zwei Gründe.
Zum einen gab es da mal eine Person in meinem Leben, die sich vorgenommen hatte vor dem 30 Geburtstag unbedingt einen Marathon zu laufen. Irgendwie wollte ich dieser Person beweisen, dass ich sie überholen kann. Und zum anderen brauchte ich irgendwie ein positives Ziel zum drauf hin arbeiten. Beides hat mir sehr viel geholfen mit dieser ziemlich blöden Stationen klar zu kommen.
Aber dann gibt es Momente im Leben, die schleudern einmal alles um. Kurz vor dem Lauf wurde ich krank und es passierten noch ein paar Dinge die mich etwas aus der Bahn geworfen haben. Ich war knapp davor alles hin zu schmeißen, aber habe es zum Glück nicht getan. Auch wenn ich sonst niemandem raten würde nach einer Woche Fieber gleich 8 Tage Später so eine Distanz hinter sich zu bringen. Das kann wirklich schlimm aus gehen!
Wie dem auch sei. Mir war es auf einmal gar nicht mehr wichtig der Person mit seinem scheiß Vorsatz eines aus zu wischen. Irgendwie wurde es mir immer unwichtiger und schließlich irgendwie egal. Aber eine andere Sache rückte sich dadurch in den Vordergrund. Was irgendwie auch gut so ist. Denn Wut und Gehässigkeit bringen einen im Leben nicht weiter. Sie verderben nur den Menschen.
Auf der Fahrt nach München dachte ich ein bisschen darüber nach. Über das Warum und Wieso, über Vorsätze die nicht durchgeführt werden… Über das Leben an sich. Über Menschen… Und fasste einen Entschluss der mich an diesem Tag sehr glücklich machen sollte. Ich nahm mir vor ein paar Kilometer für bestimmte Menschen zu rennen. Gesagt getan.

Wenig später stand ich mit über 5000 anderen Läufern am Start. Ungewiss ob ich das schaffe, ungewiss ob es eine gute Idee war nach der Krankheit – und alleine. Aber es fühlte sich in keinster Weise mehr schlimm an.
Als der Startschuss fiel dauerte es noch eine Weile bis sich mein Block in Bewegung setzte und ich ordnete Kilometer und Personen. Den MP3-Player nochmal richtig eingestellt und los ging es langsam und dann immer schneller.
Die Strecke beim Münchner Stadtlauf führt vom Odeonsplatz durch den Englischen Garten und wieder zurück. 21,1 Kilometer… Irgendwie hatte ich beim Start, nach den ersten Schritten das feste Vertrauen – ich schaffe das! Das wird, das läuft, ich kann das. Und es war ein gutes Gefühl. Und es hat sich bewahrheitet.
Das Schöne an dem Lauf. Man läuft nicht so wie bei der Badischen Meile durch die Stadt, sondern durch den Englischen Garten. Das heißt wenig Teerwege und mehr Schotter und Kies. Besser für die Knie. Mehr Natur und Gras und Bäume. Wäre die Sonne raus gekommen, wäre das sicher von Vorteil gewesen. Und obwohl es später wie aus Eimern schüttete, war es dennoch ein tolles Gefühl dort mit gelaufen zu sein. Es hat sich in allen Punkten gelohnt. Und es ist gut, das ich diese Erfahrung machen durfte.
Während dem Lauf überholte ich einen Menschen in Bierflaschen Kostüm, überholte Römer mit Tröten und Römerhelmen (einer hatte sogar einen Schild) und wurde später von eben diesen Kerlen wieder überholt. Lief mit einem leisen Quietschen an einer Schafherde vorbei und mit viel Respekt an mindestens 20 Gänsen.
Generell waren die Vibes sehr positiv. Mir hat das gefallen. Man konnte für sich laufen, die Gruppe wurde gut entzerrt, es gab kaum Engstellen die einen ausgebremst haben. Unterwegs wurde man an vier Punkten mit Wasser und Bananen versorgt. Und ein Shirt gab es da ja auch noch, das sogar als MVV Karte diente. Alles in allem eine schlichtweg positive Erfahrung!

Nie war alkoholfreies Bier besser!

Und nun zu den Kilometern und deren „Paten“:

Kilometer 1, war geprägt von einem Anblick den ich gesehen habe als ich los lief. Ein Blinder, der mit einem Partner gelaufen ist. Einen Halbmarathon – blind! Hut ab ihr zwei! Dieser Kilometer geht auf euch! Eigentlich seid ihr zwei die wirklichen Sieger!

Kilometer 3, an die fleißigen Umzugshelferchen, denen ich an diesem Tag nicht beistehen konnte. Dabei hätte ich mich gerne revangiert. Aber ihr habt das auch ganz gut ohne mich hin bekommen, denke ich.
Und verdammt noch mal stinkt das hier im Englischen Garten nach diversen Ecken im Karlsruher Schlosspark! Ist ja widerlich! 😀

Kilometer Nr. 6 widmete ich den Beiden die später den 10 km Lauf machen wollten – das ist eure Hälfte! Ihr schafft das locker! Und danke das ihr mich da mit gezogen und überhaupt auf den Gedanken gebracht habt. 😉
Soundtrack: Die toten Hosen – Energie

Dann lief ich ein paar leere Kilometer.
Kilometer Nr. 10 für den Troll. Weil ich mords stolz damals auf dich war, das du mit mir deine ersten 10 km geschafft hast.
Ich wünschte in dem Moment für dich, das du es einmal schaffst dich durch zu beißen, weil du etwas erreichen möchtest. Das du nicht nur den Vorsatz hast, sondern es auch einmal durchziehst. Weil ich glaube das es dir gut täte und du daran wachsen würdest!
Leider bezweifle ich, dass du es je lernen wirst… Und bald bist du ja auch schon 30. Ich befürchte dein Vorsatz läuft ins leere. Wie so vieles…
Soundtrack: Die toten Hosen – Lass Los + Die toten Hosen – Die Schöne und das Biest

Es folgen wieder ein paar leere Kilometer.
Kilometer Nr. 20. Gehen an zwei Personen. Einmal an eine Freundin die mir zugesprochen hat, das ich das mit dem Halbmarathon trotz „nicht trainieren können“ schaffen kann. Diese ganz ruhige, stille und feste Zuversicht hat mir durchaus geholfen. Danke dafür!
Und an einen Freund der das gleiche Problem hatte wie der Troll. Vor 30 einen Marathon laufen und nicht machen.
Den Rest müsst ihr nun selber laufen Jungs. Das nehme ich euch nicht auch noch ab! 😉
Soundtrack: Die toten Hosen – Alles mit nach hause

Kilometer 21: Für Dich, Brüderchen. Weil du viel zu lange hoffen und kämpfen musstest und dabei wusstest, das es nicht gut aus gehen würde. Für all deine Träume die du nie verwirklichen konntest. Für all das was zwischen uns im argen lag und nur durch die letzten Wochen wieder zurecht gerückt werden konnte. Für dich Bruder, weil du zu früh gehen musstest! Zumindest diesen Weg konnten wir noch einmal irgendwie zusammen laufen. Irgendwie warst du trotz allem immer der ‚große Lieblingsbruder‘. Ich hoffe das wusstest du.
Den letzten Weg zusammen treten wir, jetzt gerade wo dieser Eintrag veröffentlicht wird, miteinander an…
Mach es gut! Was immer jetzt auch kommt, wo immer du auch bist, falls du bist
Soundtrack: Die toten Hosen – Unter den Wolken

Ach ja, und bevor ich diesen Eintrag mit einem ungeschönten Bild vom Zieleinlauf beende, noch kurz zu den statistischen Daten. 😉
Laufzeit: 02:13:54 Stunden
Platz Altersklasse: 171
Gesamtplatz: 3954
Platz Mädels: 1032
Gestartet sind über 5000 Läufer, d.h. ich bin nicht einmal unter die letzten 1000 gefallen.
Hätte ich nicht erwartet, auch nicht die (für mich) sehr gute Zeit!

Laber ned

Es ist warm, es ist Sommer, die Tage lang. Zeit um halbwegs lang im Bett zu liegen und dennoch in die Berge zu fahren, um ein bis zwei Gipfel mit zu nehmen.

Heute starten wir von Oberammergau und gehen eine Zeit lang durch den Ort bis wir zur Laberbahn kommen. Diese lassen wir natürlich links liegen und steigen den Hang in steilen Serpentinen auf.
Zum Glück spendet der Wald angenehmen Schatten.
Nach einiger Zeit macht der Weg eine Gabelung, wir entscheiden uns den Weg für Geübte zu nehmen. Und es war kein Fehler. Zuerst wandelt sich der Wirtschaftsweg zum Trampelpfad und führt uns bald wieder im Schatten von Fels und Wald erst zaghaft bergan und dann immer stärker steigend. Bei jeder Serpentine können wir eine andere Aussicht genießen. An manchen Stellen braucht man die Hände. Fühlt den warmen, schroffen Fels. Oh wie ich das vermisst habe!

Jeder Schritt purer Genuss und ich sauge alle Eindrücke mehr denn je in mich auf. Die Sonne, die erbarmungslos bald auf uns hinab knallt, als der Wald sich langsam lichtet. Den sanften Wind der einen angenehm kühlt und auch das Zwitschern der Vögel, das Knirschen der Schuhe auf Schotter, Kreischen der Krähen über uns und das sanfte Wuuuuuschhhhhh mit dem sich über uns die Paraglider in den Himmel schrauben. Selbst die schmerzenden Fersen und brennenden Oberschenkel. All das!

Rechts kann man den markanten Gipfel vom Ettaler Manndl schon erkennen.

Als wir den ersten Zielpunkt der Reise erreichen haben wir schon viele Höhenmeter hinter uns gebracht. Kurz genießen wir die Aussicht vom Schartenkopf aus. Um uns herum der Ausblick auf die Ammergauer Alpen, Karwendel und Wetterstein! Links fällt der Hang steil ab und gibt den Blick auf Kloster Ettal frei. Rechts der Gewohnte Anblick von Ober- und Unterammergau. Alte Bekannte, das Hörnle und mein spezieller Freund der Teufelstätttkopf, sind auch dabei.
Um uns herum blühen die schönsten Alpenblumen. Primeln, Buschwindröschen und Clusius-Enzian. Ab und zu säumen Butterblumen und Glockenblumen den Weg.

Bald geht es dann weiter zum Labergipfel. Dort wartet auch schon die Hütte mit Apfelstrudel und Salat auf uns. Und einer Dachterrasse, wo ich Tage verbringen könnte, ohne mich je satt zu sehen. Noch immer wundere ich mich über die Kräne auf dem Zugspitzgipfel.

Nach einer Stärkung gehen wir wieder hinab. Hier hätten wir nun die Gelgenheit gehabt das Ettaler Manndl noch mit zu nehmen. Auch so ein Berg der noch auf meiner To-Do-Liste steht. Irgendwann schaff ich dich noch! Warte es nur ab!

Links das Ettaler Manndl

Und so gehen wir gleich die Serpentinen hinab zur Soila-Alm und deren grünem überwucherten Soila-See. Dort angekommen gibt es nochmal ordentlich Brotzeit. Wo uns kühl gelagertes Bier im Brunnen erwartet.
Mit letzter Kraft verzehren wir unsere Essensreserven und treten den letzten Teil des Weges an.

Hinab zur Bahnstation. Leider sind wir zu müde um noch kurz einen Abstecher ins Freibad zu machen. Schließlich müssen wir noch zum Bahnhof, wo uns der Bus weiter fahren soll. Dabei merken wir das wir uns von dem liebem Busfahrer auch direkt an der Bahnstation abholen lassen hätten können. Nächstes Mal dann.
Da ist ja noch so ein Gipfel…

Im Zug angekommen können wir schon einmal entspannen und spüren schon einmal erste Anzeichen von Muskelkater.
Und dennoch, das war ein perfekter Tag!

Nachwandern kannst Du den Weg hier.

Wendepunkt 07. Juli 2007

Als ich daheim die Fotos von der Ettaler Manndl Tour durchgeschaut habe, wurde mir bewusst, dass es genau zehn Jahre her war! 2007 waren wir damals unterwegs.
Der Soila-See war damals voll mit kleinen Fröschen und es war wahnsinnig heiß. Wir haben uns den letzten Klettersteig zum Gipfel nicht getraut. Damals schon sind wir umgedreht – zähneknirschend. Mit der Hoffnung, beim nächsten Mal…

Ein kraxelndes junges Trollviech.

Vielleicht aus diesem Grund habe ich wirklich ziemlich mit mir gehadert, ob ich den Gipfel nicht noch mit nehmen soll… Aber gerade beim Wandern ist manchmal Vernunft etwas sehr Gutes. Es wäre an diesem Tag einfach zu viel gewesen. Dennoch schade.

Wenn das Leben dir Zitronen gibt…

… dann mach Limonade Zitronenkuchen draus!
Jawohl! Wird gemacht!

Getränkter Zitronenkuchen
Nach Penne im Topf

Zutaten:
250 g Butter, weich
200 g Zucker
5 Eier
2 Zitronen, davon die abgeriebene Schale
250 g Mehl
2 Tl Backpulver
Für den Guss: 50 ml Zitronensaft  + 50 g Puderzucker
Für die Glasur: Puderzucker ,  etwas Zitronenabrieb

Butter, Zucker, Eier, Zitronenabrieb, Mehl und Backpulver  nacheinander zu einem Rührteig verquirlen.

In eine 30 cm Kastenform oder aber eine Kranzform füllen und bei 170°C Ober-/ Unterhitze auf der untersten Schiene ca. 60 Minuten backen (kann je nach Ofen etwas variieren –  einfach die Stäbchenprobe machen – Wenn ein Zahnstocher aus der Mitte ohne flüssigen Teig herauskommt, ist er gar).

In der Form kurz auskühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form holen. Mit einem Zahnstocher mehrfach einstecken und mit dem Guss 50 ml Zitronensaft und 50 g Puderzucker einstreichen.

Aus Puderzucker und Wasser (evtl. auch noch ein wenig Zitronensaft) eine dicke weiße Glasur rühren und gleichmäßig auf dem Kuchen verteilen. Mit etwas Zitronenabrieb zur Deko bestreuen.

Ein super leckerer Kuchen. Schön saftig und süß – fast schon zu süß für meinen Geschmack. (Wenn ich das sage, dann heißt das wohl was!) Und ich habe bei der ersten Variante schon 50 g weniger Zucker genommen!
Beim zweiten Versuch habe ich Natron statt Backpulver genommen, dadurch ging der Kuchen extrem hoch und wurde oben auch etwas braun. Zusätzlich habe ich die Zuckermenge auf 100 g reduziert und auch beim Guss nur 25 g Puderzucker auf die gleiche Menge Zitronensaft gegeben. Leider war ich mit der zweiten Variante nicht so zufrieden, da die Konsistenz durch das Natron (?) ziemlich bröselig geworden ist. Da muss ich noch etwas experimentieren.
Die Zuckerglasur habe ich nur mit Zitronensaft und Puderzucker gemacht. Das mag ich lieber, da es so eine zusätzliche saure Note gibt.
Der erste Kuchen hat sich knapp eine Woche gut gehalten ohne groß auszutrocknen. Der andere hat, trotz Mängeln, keinen Tag überlebt. 😉

Trist

Wenn es draußen stürmt und junge Hunde regnet, dann bleibt nichts anderes übrig als: ausgiebig und lange schlafen, warmen Tee und heiße Schokolade in rauen Mengen konsumieren und etwas gegen die triste Stimmung tun. Fällt manchmal leichter als man denkt. Mit Essen! Buntem Essen!
Es ist zwar nicht ganz so geworden wie ich mir erhofft habe. Aber es hat Potential als „AntiFrustMampf“ durch zu gehen.
Und wer wäre ich, wenn ich Dir da das Rezept vorenthalten würde?!

Nudeln und buntes Gemüse in Erdnusssauce
(Dagmar v. Cramm & Martin Kintrup – Vegetarisch genießen)

Zutaten für 2 Portionen:
150g Mie-Nudeln
125g Brokkoli
1 kleine Möhre
75g Zuckerschoten
50g Sojabohnensprossen
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
½ Limette
2 EL ungesalzene Erdnüsse
2 EL Öl
1 EL Erdnussbutter
1 EL Sojasauce
Salz
süße Chilisauce

Die Nudeln nach Packungsanleitung garen und beiseitestellen. Brokkoli waschen und putzen und in kleine Röschen teilen. Die Möhre schälen und in feine Stifte schneiden. Die Zuckerschoten waschen und putzen. Die Bohnensprossen waschen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und getrennt voneinander fein würfeln. Die Limette auspressen. Die Erdnüsse im Wok ohne Fett leicht anrösten und wieder aus dem Wok nehmen. 1 EL Öl in den Wok geben und die Zwiebeln darin kurz anbraten. Den Brokkoli dazugeben und anschließend kurz nacheinander Zuckerschoten, Möhrenstifte und die Sprossen. Alles kurz pfannenrühren.

Das Gemüse beiseiteschieben und die Nudeln mit 1 weiterem Öl anbraten. Alles miteinander vermischen und beiseiteschieben.

Erdnussbutter, Limettensaft, Sojasauce und Knoblauch dazugeben und die Mischung unter Rühren sämig werden lassen. Alles gut miteinander vermengen und mit Salz abschmecken. Mit Erdnüssen bestreuen und dazu Chilisauce servieren.

Ich habe atatt Limette eine ganze Zitrone gepresst, keine Sprossen und keine Zuckerschoten parat gehabt und bei den Erdnüssen habe ich gesalzene genommen. Chilisauce brauchte ich dazu gar nicht, ich fand das so schon aromatisch genug. Beim Brokkoli war ich zu spät dran und konnte nicht mehr zum Wochenmarkt gehen, daher gab es schnöden TK-Brokkoli.
Leider ist mir die „Sauce“ etwas dick geworden, so habe ich einfach etwas Öl darüber geträufelt und eine extra Portion Sojasauce. 😉
Hat auch am nächsten Tag noch aufgewärmt gut geschmeckt.

Get up off your knees, girl…*

Es ist nicht mal so früh als ich mich auf den Weg mache. Die Bahn ist voll. Bei diesem Wetter zieht es sie alle hinaus, aus der Großstadt hinaus aufs Land.
Ich folge diesem Trend wohl ahnend was mich da vielleicht erwarten wird – vielleicht auch nicht.
Der Weg? Ab Unterammergau – wie so oft. Das Ziel? Das Hörnle. Einer der drei Gipfel wird es schon werden. Uns verbindet ja schon so etwas wie eine Freundschaft.
Schon von München aus sieht man dank Föhn die Berge in ihrer weißen Pracht. Scheinbar so nah, das man sie anfassen könnte. Doch man kann es nicht. Sie sind so nah, aber so weit entfernt. Aber nicht mehr so fern!

Im Tal liegt kaum noch Schnee, nur noch im Schatten. Die ersten Höhenmeter ist es grün und Frühlingshaft, die ersten Primeln stecken vorsichtig ihre Blüten aus ihren Knospen. Der Löwenzahn ist dort schon etwas mutiger.
Bald schon, wären sie nur ein paar hundert Meter weiter oben gewachsen, wären sie noch von einer dichten Schneeschicht umschlossen.
Der Weg führt durch ein Gatter und da ist er. Der Schnee! Es knirscht und knarzt unter jedem Schritt. Es ist stellenweise sehr matschig, dort wo er schon wieder geschmolzen ist. Aber alles ist gut.

Der große Nachteil am Hörnle mit seinen drei Gipfeln ist nicht nur der Sessellift zum Vorderen Hörnle. Sondern das man die Straße hört, ziemlich laut sogar. Ziemlich weit hoch. Wer Ruhe sucht, muss sie lange suchen.
Bald schon kommt ein Wäldchen in Sicht. Mit den alten knorrigen Bäumen, durch die das Schmelzwasser wie ein kleiner Bach fliest. Und die Kiefern die ihre immergrünen Zweige weit hinaus strecken.

Der Weg macht eine Biegung.
Weg.
Jedes Geräusch, das vorher noch so laut schien, ist verschluckt. Nur von ein bisschen Schnee und Bäumen. Durchatmen.
Bald schon komme ich dem Ziel näher, doch bevor die letzten Meter begangen werden können muss ich inne halten.
Stumm, lauschend.

Sonnenstrahlen wandern durch die zum Teil Schnee bedeckten Kiefern. Überall tropft und knirscht es. Hier und da fällt der Schnee mit sanfter Kraft hinab und gibt ein eigenartiges Geräusch von sich. Tropfen wie von einem leichten Sommerregen fallen hinab. Schillern in den Sonnenstrahlen die durch die Wipfel scheint. Wie kleine Diamanten fallen sie hinab. Tropfen auf die Jacke, Äste, Haare, Nadeln, Haut, Rinde. Zwischen all diesem klingt das zaghaft kräftige Zwitschern der Vögel hindurch.
Ich bin’s nur, Winter! Schön das wir uns noch einmal getroffen haben.

Gipfelkuchen und -tee stehen bereit.

Denn er verabschiedet sich. Der Winter.
Beim Abstieg ist der Weg eine Mischung aus Schnee und Fluss. Bei jedem zweiten Schritt breche ich durch die Schneedecke, teils hüfttief und lande mit den Füßen im Wasser. Die Schuhe halten es zwar größtenteils ab, aber es ist anstrengend. Und so lange es noch geht, beschließe ich um zu drehen. Das ist sie also, die berühmt berüchtigte Schneeschmelze. Heute werden wir keine Freunde.
Und so schlittere ich mehr als ich gehe den „Winterweg“ hinab. Aber auch das ist gut so wie es ist.

Hier, unscheinbar, erkennst du den Gipfel vom Teufelstättkopf. Wir haben da noch eine Rechnung offen!

*
Stand face to face with your God…
And find out what you are
Hello, my name is human

Wer die Tour nachgehen möchte halte sich an diese Beschreibung.
Der Rückweg war allerdings ein anderer, ich bin den „Winterweg“ nach Bad Kohlgrub hinunter gelaufen. Sonst hätte ich aber den beschrieben Weg vorgezogen!

Sprachlos

So, da bin ich wieder. Es war etwas ruhig hier. Die Hoffnung bleibt, das sich das hier bald ändert.
Aber bevor es wieder los geht, nach einem ausgiebigen Frühlingsputz, muss ich noch etwas los werden.

Da sind Zeiten im Leben, die sind nicht einfach. Selbst wenn die Zeiten davor schon scheiße waren, gibt es immer noch eine Option die noch schlechter, noch unerträglicher, noch… beschissener ist. Aber auch das geht vorbei, auch wenn man es nicht glauben mag. Nicht Spurlos, aber sie werden irgendwann erträglicher, bis sie ganz langsam verblassen.
Und da so eine Zeit nun (fast) hinter mir liegt, möchte ich all den Lieben danken die mich begleitet haben. Das war super was ihr da gemacht habt!
Danke für alle Anrufe, SMS, Mails und Nachrichten… Und Päckchen! O.o

Danke für Ohren die Jammern bis zum Exzess ertragen haben. Danke das ihr da wart – auch wenn viele nie körperlich anwesend sein konnten.
Danke für Essenseinladungen, Langlauf- und Klettersessions, Daumen drücken, weise (oder weniger weise) Ratschläge, positive Vibes und das gemeinsame Pläne schmieden.
Danke für stilles „an mich denken“. Ich weiß das zu schätzen, wirklich!
Bei so viel Herzlichkeit die mir ein paar Leute entgegen gebracht haben war ich wirklich sprachlos – bin es immer noch. Danke das ich wegen Euch nicht den Glauben an das Gute im Menschen verlieren konnte, obwohl es haarscharf war.
Danke an alle die mir an schrecklichen Wochenenden ihre Couch zur Verfügung gestellt haben. Danke fürs Tee kochen und betüddeln trotz der Gefahr mit Viren beschleudert zu werden.

Danke dafür mir den Abschied schön gemacht zu haben. Für ein paar letzte unvergessliche Momente in der beklopptesten Stadt der Welt. 😉
Danke auch an die, die schon vor vier Jahren gesagt haben, das ich zurück kommen soll. Ihr hattet so recht! Ich wollte es nur nicht wahr haben. Danke für diese gnadenlose Ehrlichkeit – damals schon! Und auch an die, die jetzt ehrlich gewesen sind!

Danke für das tolle Empfangen werden – zurück – dort wo man richtig sein kann.
Danke an das Karma das mir hier und da ein paar (große und kleine) freudige Überraschungen bereit gehalten hat.
Danke für das (spontane) Kisten schleppen – runter und auch hoch. Und nachträgliches Schrauben und Zusammenbauen. Für Augen und Ohren offen halten und Buschtrommeln trommeln.
Und auch für die Begleitung bei der ersten Sprinterfahrt meines Lebens!
Bei all dieser Hilfsbereitschaft fühle ich mich ganz klein… Ihr alle seid so groß! 🙂

Ich habe nachgezählt, das sind nun 14 Danke. Und es ist immer noch nicht genug!

Da ich es sowieso nicht wirklich in Worte fassen kann… Ihr seid spitze! Bleibt so!
Und zwischen all dem Chaos das da geherrscht hat, zwischen all diesem bitteren Beigeschmack… Ich sehe da etwas großes, neues auf uns zu kommen. Und es freut mich all das mit euch teilen zu dürfen.
Danke an das kleine Glück – das vielleicht Großes möglich machen wird. 🙂

Tja…

und schon bist du wieder vorbei. Du garstiges, unschönes Jahr. Ich habe dich gehasst, dich manchmal abgöttisch geliebt. War dank dir in Island, habe Dinge getan die ich ohne dich nicht getan hätte.
Liebes Jahr. Geh doch trotzdem. Weit, weit weg!

Allgäu 2016

Obwohl du mir so viel bei gebrach hast. Über die Stärken von Schwachen und die Schwächen von vermeintlich Starken.
Hast mir einen Geburtstagsgipfel beschert, aber auch den Lieblingsmenschen genommen.
Mir gezeigt, das Leute die es offensichtlich nett mir dir meinen, nur auf ihr eigene Interesse aus sind. Das Menschen falsch sind. Das ungesagte Worte mehr sagen können, als viele und das ich mehr auf mein Bauchgefühl hätte hören sollen. Das man sich nie grenzenlos aufopfern sollte für Dinge und Menschen, die einen nur aussaugen.
Hast mir Krankheiten geschenkt, die ich nicht haben wollte. Hast mir oft die kalte Schulter gezeigt, wo ich eine warme hätte brauchen können. Hast mich oft alleine gelassen, wenn ich Gesellschaft gebraucht hätte. Warst da, aber nie so richtig.
Du hast mich betrogen – hast anderen so viel mehr gegeben als mir!
Du hast mir gezeigt das viele vermeintlich offene Türen in Wirklichkeit schon lange zugeschlagen wurden und mit dicken Schlössern versehen waren. Im Gegenzug sind viele Türen, die angelehnt waren so weit aufgesprungen, dass ich mir nun aussuchen kann durch welche ich trete. Die Furcht, die Falsche zu nehmen, bleibt bestehen.
Du hast mir gezeigt was pure Angst, Einsamkeit und menschliche Kälte bedeutet. Aber auch viel Mut und Wärme geschenkt, sie aber auch wieder mit dir gerissen…
Aber alles in allem, kann ich nur den Spruch im Gipfelbuch meines eswarnurnocheineHüllevonDir-Geburtstagsgipfel nehmen und umwandeln:
Fick dich 2016, fick dich Jahr, fick dich scheiß… Ach, was auch immer!
Danke für nichts. Ich bin froh das du vorbei bist, komm bloß nicht wieder!

Allgäu 2016

Unter die Haut

Island 2016

Nicht all zu weit entfernt von Reykjavík befindet sich eine Hochebene, die man nur über eine kleine Schotterpiste erreicht. Dort – ganz ungesehen und unscheinbar – breitet sich ein unterirdisches Lavehöhlengeflecht aus.

Island 2016

Surtshellir und Stéfanshellir waren einst zusammenhängend, über knapp 3 Kilometer erstreckte sich das Geäst. Nun werden die Höhlen durch einen 20 Meter breiten Einsturz getrennt.
Die Schilder sagen; man darf diese Höhlen selbst erkunden. Am besten mit (Fahrrad-)Helm und Taschenlampen.
Den Fahrradhelm hatten wir nicht, aber eine(!) Stirnlampe. Los geht es! Tief in das innere der Erde.

Island 2016

Dunkelheit umschließt uns bald wie eine dichte Decke und ein stetiges Tropfen ist das einzige Geräusch das nicht durch uns verursacht wird. Wenn wir die Lampe ausschalten und den Atem anhalten, uns still und ruhig verhalten hört man – Nichts.
Wie ein Vakuum saugt uns die Finsternis ein. Ein Schaudern – und das Licht geht wieder an.

Island 2016

Kletternd bahnen wir uns einen Weg über riesige Felsbrocken. Schlittern über wackelige Steinplatten. Kälte greift mir ihren Fingern nach uns. Eis hängt an den Wänden und zwischen dem Geröll. Man sieht im Licht der Lampe den eigenen Atem.

Island 2016

Wo einst Verstoßene Zuflucht suchten sind nun wir. Und als wir uns wie kleine unbedeutende Abenteurer unseren Weg aus der Höhle erklettern, empfängt uns der stetige Wind der Ebene. Und Sonnenschein.

Island 2016

Island 2016

Island 2016
Überall fluffig-weiche Flechten-Kissen.

Um uns herum nur unwirkliche Landschaft. Als habe jemand mit einem großen Messer die Erde aufgeschnitten. Als wäre die Erddecke einfach aufgeplatzt und hätte Blasen an schwarzem Gestein heraus gespuckt.

Island 2016

Island 2016

Island 2016

Island 2016

Wahrscheinlich war es auch so. Das erste Mal kann ich verstehen warum Menschen Geologie studieren. Hier ist sie greifbar. So nah, so wirklich.

Island 2016

Schloss in den Wolken

Schloss Neuschwanstein 2016

Man traut es mir wohl nicht zu, aber ich liebe Schloss Neuschwanstein! Lacht mich ruhig aus, aber so ist es nun mal. Da kann man mich nerven und belächeln wie man möchte. Fakt bleibt Fakt. Und es tut mir nicht mal leid.

Schloss Neuschwanstein 2016

Schon als kleines Trollkind mussten meine Eltern mit mir in jedes Schloss. Neuschwanstein, Herrenchiemsee… Wir waren oft baden an der Stelle im Starnberger See, wo dieses seltsame Kreuzl mitten im Wasser steht. Erst später habe ich realisiert das dort der Kerl gestorben ist der das alles gebaut hat. Und es hat mich nicht mal überrascht das er angeblich umgebracht worden sein soll.

Schloss Neuschwanstein 2016

Dieser Verrückte, der den Untertanen Steuern genommen hat, Geld verheizt das er nicht hatte. Nur um seine Träume Form annehmen zu lassen.
Heute profitieren wir davon. Massen an Touristen quetschen sich in den kleinen Innenhof des viel zu perfekten Traums, der wahr geworden ist. Zumindest für ihn – dem Märchenkönig.

Schloss Neuschwanstein 2016

Schloss Neuschwanstein ist – ich bin ehrlich – mein Lieblingsschloss von „unserem Kini“. Es passt sich dieser Landschaft drum herum einfach so perfekt an. Und ich liebe diese Landschaft! Die Pöllatschlucht mit ihrer Marienbrücke bietet einen grandiosen Blick über das Voralpenland mit Schwan- und Alpsee und unter ihr rauschen Wasserfälle mit eisblauen Wasser entlang. So unfassbar schön!

Schloss Neuschwanstein 2016

Wirklich! Rein gehen, das brauche ich gar nicht. All der Protz, das Gold, der Kitsch können es nicht mit dem Äußeren aufnehmen.
Leider war die Aussicht beim letzten Besuch nicht so gut. Aber auch so, ein netter Besuch an einem Ort den ich unweigerlich mit meiner Kindheit verbinde.
Nur ein paar weniger Touristen könnten dort sein… Vielleicht. Zumindest dann, wenn ich das nächste Mal komme.

Linderhof 2016

Linderhof 2016

Bei Schloss Linderhof war es schon anders. Dort fährt man ungeachtet vorbei, wenn man in die Berge zum Wandern fährt. Da gewesen bin ich noch nie. Also war dies das erste Mal. Dort ist viel weniger los, das Wetter noch schlechter. Aber glaub mir, dahinter sind Berge!

Linderhof 2016

Nicht all zu weit davon entfernt kann man noch einen Blick auf das Kloster Ettal werfen und vielleicht kurz zu den österreichischen Nachbarn (kein Bickerl nötig!) zum äußerst hübschen Plansee fahren.