Kurze Pause

Bevor es hier mit all den kleinen Abenteuern weiter geht, die darauf warten verblogt zu werden, ist es mal wieder Zeit ein kleines fixes Rezept zwischen zu schieben.
Auf der Suche nach Futter das Kohlenhydrate und Proteine enthält, bin ich schließlich auf eine schnelle Linsensauce gestoßen die sich sehr gut zu Pasta aller Art sehen lässt.
Macht satt und ist vor allem nach dem Sport die perfekte Art seinen Bedarf an Kohlenhydraten und Eiweiß zu decken. Schmeckt dabei auch noch viel besser als diese unsäglich ekeligen Proteinriegel.
Lässt sich auch einfach veganisiseren – sollte Dir das wichtig sein.

Darf ich vorstellen?

Nudeln mit Linsen-Zitronen-Sauce
gesehen auf diversen Blogs und Chefkoch

Zutaten:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Butter oder Margarine
50g rote Linsen
150 ml Gemüsebrühe
150 ml Saucenrahm/Sahne/Sojasahne
Petersilie
Zitrone (Saft und Schalenabrieb)
Salz und Pfeffer

Zwiebel und Knoblauch in der Butter glasig dünsten.
Linsen, Gemüsebrühe und Rahm beifügen, auf mittlerer Hitze 10 bis 12 Minuten kochen lassen, bis die Linsen noch leicht bissfest sind.
Anschließend die Sauce mit Zitronensaft und -schale, Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu eigenen sich Nudeln aller Art.

Und weil Linsengerichte generell nie so wirklich schön dar zu stellen sind, hier ein paar Fotos vom letzten Besuch bei den netten Tirolern. 😉
Eintrag dazu folgt – hoffe ich… 😉

Lopeshymne

Island 2016

Lange hat es gedauert bis ich endlich diesen Eintrag schreiben konnte.
Ein ganz Besonderer sollte es werden, für ein ganz besonderes Projekt.
Alles begann vor zwei Jahren, als ich endlich meinen Lebenstraum erfüllt und Island besucht habe. Die Erwartungen waren hoch und wurden um so vielfach mehr übertroffen.
Schon bereits der erste Schritt auf den kargen Boden des Flughafens fühlte sich an wie nach hause kommen. Es war mehr als das – eher ein Weckruf.
Da war es wieder, das Trollviech das es eigentlich mal gewesen ist – bevor das Leben sie überrannte und sie sich irgendwo zwischen Unsicherheit, Suchen und sinnlosem Warten verloren hatte.

Island 2016

Vielleicht habe ich mir gerade deswegen sehr schwer getan dieses Projekt zu beginnen. Erst ein Jahr später sollte es so weit sein. Und dann ging es alles ganz schnell.
Im November war er dann schon fertig: Der Lopapeysa – der Islandpulli.
Das beste Souvenir das ich mir je selbst mitgebracht und erarbeitet habe!
Ursprünglich wollte ich nur Farben nehmen die natürlich an Schafen vorkommen. Da gibt es ja so viele Variationen! Von weiß bis grau, von braun zu schwarz, gescheckt, unifarben.
Und dann kam Þakgil!

Island 2016

Island 2016Schwarze Lavaformationen stechen hervor, überdeckt von grünem Moos und Flechten. Umhüllt von einem dichten Mantel aus Regenschleiern, Nebel und Wolken. Und überall die eisigen Gletscher. Genau das war es!
So wurde der Lopi zu dem was er nun ist…

Schottland 2018

Schottland 2018

Nicht nur die Herstellung und Herkunft war etwas besonderes. Als der Plan kam nach Schottland zu fahren, war klar – dort gibt es die „Erstbetragung“.
Bei ein paar Wanderungen über Ben und Glen konnte er dann seine ganze Funktonalität zeigen. Zugegeben, er hat am Anfang etwas gekratzt. Daran habe ich mich aber schnell gewöhnt und ein Shirt drunter gezogen. Er hält Wind und auch kurze Regenschauer ab – riecht aber danach ein paar Stunden nach nassem Schaf. 😉

Schottland 2018Waschen muss man ihn nicht, einfach über Nacht lüften reicht vollkommen aus. Durch die breiten Maschen kommt genug Luft an die Haut, das man so gut wie nicht schwitzt. Und sollte man es dann doch einmal, dann nimmt die Wolle den Geruch nicht an. Zauberei?
Nö, Wolle hat die Eigenschaft sich im gewissen Maß selbst zu reinigen. Und wenn dann doch mal ein Klecks drauf sein sollte, kann man mit Lappen und kaltem Wasser einzelne Flecken weg bekommen.
Mittlerweile hat er mir auch schon bei Orkanböen, Eisregen und klirrendem Frost im norwegischen Fjell beigestanden. Zuverlässig hat er mich warm und trocken gehalten. Takk fyrir!

Norwegen 2018

Was soll ich abschließend sagen? Nie wieder Fleecejacken!
Lopi: große Liebe, große Freiheit! Ich bin gespannt wie viele Abenteuer wir zusammen erleben werden! <3

Island 2016

Schnitt: Afmæli von Lopidesign, in diesem Falle den Blue adult sweater in Größe M.
Wolle: Létt-Lopi in Moosgrün, Naturschwarz und Naturgrau.
Die Mengenangabe der Wolle war sehr großzügig bemessen, bei mir ist jede Menge übrig geblieben, vor allem von grau und grün.
Fazit: Schön schnell zu stricken (einen Monat habe ich gebraucht). Guter Mix aus supiden Runden, Abnahmen und Muster in mehreren Farben. Keine Maschenprobe gemacht, Ärmel etwas verlängert.
Gerne hätte ich noch einen Strickjacke aus dieser Wolle… Fährt demnächst jemand nach Island? 😉

Klein

Mein Pfad ging stetig bergan hinauf zum Gipfel des Beinn Dubhain, jener Gipfel der sich direkt hinter dem Cottage auftat. Stetig den Schafswegen folgend, ab und an ausbrechend um durch die trockenen Heidesträucher schneller an Höhenmetern zu gewinnen.
Ein paar Schauer huschten vorbei, um bald darauf wieder durch strahlend blauen Himmel und Sonnenschein abgelöst zu werden.

Am ersten Ziel angekommen bot sich ein unglaublicher Ausblick. Man konnte durch das gesamte Tal sehen, bis hin zum Meer. Die dunklen Regenwolken und die Sonne zauberten zusammen Regenbögen in die atemberaubende Kulisse.

Der Wind riss einem an der Kleidung und wehte einen beinahe um. Drehte man sich mit dem Gesicht gegen den Wind, nahm er einen schier den Atem. Dennoch hätte ich dort ewig verweilen können.
Doch der Weg ging weiter. Nach kurzer Zeit erreichte ich den nächsten kleinen Gipfel, auch hier Wind und Regenbogen. Dies sollte mich den ganzen Weg auf jedem Gipfel begleiten.
Nachdem ich hintereinander drei Gipfel mitgenommen hatte ging es hinab in ein Tal.

Fotos werden der endlosen Weite einfach nicht würdig.

Noch nie in meinem Leben habe ich mich von so viel Weite, Offenheit und Größe schier erdrückt gefühlt! Ein seltsames Gefühl, aber kein schlechtes.
Und dann standen sie dort!
Auf der anderen Seite des Tals graste eine Herde Hirsche.

Da ich mit dem Wind lief, witterten sie mich und starrten mich erschreckt an. Die Wolken, welche zuvor noch die Sonne verdeckt hatten, ließen nun ein paar Strahlen durch. Sie schien genau auf die Herde, die sich bald schnell in Bewegung setzte und in der Weite verschwand.
Das war er wieder, der Moment in dem man vor Glück schier platzen möchte, weil Dinge zu schön sind…

Schnellen Schrittes ging ich bergab, blieb aber immer öfter stehen nur um zu sehen.
Weiter ging es hinab in eine kleine Schlucht, die schnell hinter mir lag und mich wieder in die weite Ebene entließ.

Der Blick zurück zum „kleinen Ben“. Zuvor musste ich die kleine Schlucht durchqueren, welche sich auf dem Bild gut versteckt. 😉

Schließlich galt es einen kleinen Bach zu überqueren um auf der anderen Seite des Tals wieder bergan zu gehen. Vorbei an knorrigen alten Bäumen und plätscherndem Wasser ging es wieder der kargen baumlosen Höhe entgegen.
An einem kleinen See ließ ich mich nieder und machte eine kurze Rast. Es ist schwer zu beschreiben was in den letzten Stunden und Minuten innerlich alles passiert ist.
Man schrumpft und wächst zugleich. Lernt – unweigerlich seinen eigenen Gedanken und Ängsten ausgesetzt – mit sich selbst aus zu kommen. Der eigenen Schuld, Einsamkeit, Orientierung und Freude fest ins Auge zu sehen. Sie zu ertragen und akzeptieren lernen.

Und dann war das Ziel auch schon in Sichtweite.
Das war sie wohl, meine erste Wanderung allein, ohne markierte Wege.
Vielen Dank Schottland, für diesen schönen Abschiedsgruß! 🙂

Talk Like A Pirate Day

An jenem Tag, als es uns weiter gen Norden zog, mussten wir früh aufstehen. In schönster Morgensonne fuhren wir immer an der Küste entlang. An unserer Seite immer ein schillerndes Meer.
Unser Weg führte uns nach John o’Groats um von dort aus mit der Fähre nach St. Magrets Hope überzusetzen.
Das Wetter war recht windig und so konnte man den Wellengang gut spüren. Der Wind kühlte schnell die Finger aus, wenn man sich zu lang an der Reling festhielt. Auch die Sonne hatte sich mitlerweile hinter einen dicken Wolkenschicht versteckt.
Wir schipperten vorbei an einer kleineren Insel mit Leuchtturm, verlassenen Häusern und verfallenen Bunkern.

In St. Magrets Hope angekommen fuhren wir ein bisschen auf den Inseln herum. Aßen in einem kleinen Puppenstuben ähnlichen Tea Room Scones und kamen schließlich an das eigentliche Highlight der Reise. Es wartete die kleine Insel Brough of Brisay auf uns.

Diese konnte man bei Ebbe über einen kleinen Steg zu Fuß erreichen.
Als wir dort ankamen, war die Ebbe zwar im vollen Gange, aber wir konnten noch nicht trockenen Fußes hinüber und das Wasser war so verdammt kalt!

Auf dem Rückweg war der Steg komplett frei.

Schließlich bissen nach und nach alle drei die Zähne zusammen und wateten hinüber ans andere Ufer.

Unser Weg führte eine kleine Anhöhe hinauf, um eine atemberaubende Aussicht auf das kristallklare und karibisch blaue Wasser zu bekommen!

Wenn ich groß bin, zieh ich genau dort ein! 😉

Wir fanden auch viele Puffin-Wohnungen oberhalb der steilen Klippen, aber diese waren leider noch nicht aus dem Winterurlaub zurück gekehrt. Sehr schade…
In der Zwischenzeit hatten sich die Wolken gelichtet. So konnten wir in der Sonne sitzen, Cookies futtern und dabei Aussicht und Meeresrauschen genießen. Umgeben von Wind, Möwengekreisch und dem salzigen Geruch der See. Ich hätte ewig dort sitzen können!

Leider wartete die Fähre nicht auf uns und so mussten wir wohl oder übel unseren Rückweg antreten.
Diese Fähre brachte uns von Stromness nach Scrabster.
Vorbei an atemberaubenden Felsformationen und dem Old Man of Hoy. Wie eine Säule ragt dieser Felszahn aus dem Meer empor. Durch die sanfte Abendsonne wurde er in ein weiches Rotbraun getaucht.

Eben noch sanft im hellen Licht, schoben sich bald Wolken davor die Sonne und der Fels wirkte grau, abweisend und kalt.

Diese Insel bot vom Wasser aus einen sehr eindrucksvollen Anblick.
Um ehrlich zu sein hatte sich bei mir ziemlich schnell eine kleine Idee fest gesetzt.
Aber davon erzähle ich Dir ein anderes Mal – vielleicht, wenn es so weit ist. 😉

Schön war es mir euch, liebe Orkneys. Ich habe so das dumpfe Gefühl, dass wir uns eines Tages wieder sehen werden. 🙂

Strandtag

Für einen Tag hatten wir uns eine kleine Strandwanderung vorgenommen.
Leider ließ uns genau bei diesem Ausflug die Sonne etwas im Stich.
Nur ein paar Tage zuvor hatten wir die Küste bei strahlendem Sonnenschein bestaunen dürfen. Das Wasser war glasklar und wunderbar blau gewesen! Der Stechginster an den Hügeln blendete einen beinahe schon mit seinen knallgelben Blüten.

Unser Weg führte zuerst nach Golspie, dort wurde das Auto am Bahnhof geparkt und dann eine Station mit dem Bummelzug zurück gelegt. Immer schön an der Küste und an diversen Schaf- und Kuhherden entlang.
Von Brora ging es dann, immer an der Küste folgend, zurück nach Golspie.
Der Strand war vorwiegend Kies und Stein und hatte etliche Sehenswürdigkeiten, die den Weg sehr kurzweilig erscheinen ließen. (Immerhin waren es knapp 10 km von Bahnhof zu Bahnhof)
Zuerst waren da zwei Delphine, die ganz nah an unserem Strand vorbei schwammen. Und dann wurden wir die Hälfte des Weges von einer Robbe bespitzelt. Wobei uns die Frage aufkam, wer begafft hier eigentlich wen? 😉

Bald kamen wir an einen Wasserfall vorbei. Ich liebe Wasserfälle! Und wann hat man das schon? Ein Wasserfall am Strand?!
Und unweit des Wasserfalls waren ziemlich gute griffige Felsen an denen man ein paar Meter hoch klettern konnte. Yes! Also konnte das Trollviech ein bissl kraxeln, die anderen Robben stalken und alle waren glücklich. 😉

Kurz vor unserem Ziel kamen wir auch noch an Dunrobin Castle vorbei, dieses gehört dem werten Duke of Sutherland. Jener hat das Recht auf Handzeichen in jedem Zug auf dieser Strecke (der natürlich direkt an seinem Häuschen vorbei kommt) kostenlos mit zu fahren.

An dem Strand wurden wir allerdings auch etwas an die unschönen Seiten der Natur erinnert. Gestartet sind wir mit etlichen toten Kormoranen, vorbei an einem halb verwesten Thümmler, lauter angeschwemmten Knochen und anderen unschönen Dingen.
Aber das ist (reale) Natur ohne Instagram-Filter.

Das Stück das wir gelaufen sind ist übrigens Teil eines des John o’Groats Trail, welcher entlang der östlichen Küste Schottlands verläuft.
Wir haben auch einen eifrigen Wanderer getroffen der den größten Teil des Wegs bereits gegangen ist. Hut ab!

Pulloverschweine

Oder auch: Die Nachbarn kennen lernen.

Am nächsten Morgen ging es von Loch Leven aus in Richtung Cottage.
Wir machten einen kleinen Umweg über Fort William und Loch Ness. Zum Glück war Off-Season und so weniger Touristen unterwegs als gedacht. Und die Ruine von Urquhart Castle liegt wirklich sehr malerisch auf einer kleinen Landzunge.

Unser Ziel lag dennoch weiter Nordwestlich. Nahe dem kleinen Fischerörtchen Helmsdale.
Als wir dort angekommen sind, wurde zuerst das Cottage bezogen und die Nachbarschaft begutachtet.
Um uns herum nichts als Tal, Hügel und … Schafe! Hunderte davon!

Und so eine Ruhe! Nur das Blöken der Schafe und die stetigen Rufe der Wasservögel ringsum. Das sanfte Rauschen vom Wind im trockenen Gras… So könnte es immer sein!

Und kein Internetempfang! Man bekam schon beinahe Entzugserscheinungen! 😉

Zurück zu den fluffigen Nachbarn: zwar gaben wir unser Bestes mit ihnen näher in Kontakt zu treten, aber sie standen uns bis zum Schluss eher skeptisch gegenüber. Dabei waren sie durchaus neugierig.
Als ich ihnen den Rücken zudrehte, pirschte sich eine verwegene Gruppe von Pulloverschweinchen relativ nah an und ich bekam schon fast einen Schrecken als ich mich umdrehte. So nah kamen die sonst nie!

Dennoch drollige Gesellen, die einen ab und zu auch zum Lachen brachten durch ihre (unbeabsichtigten) Späßchen. 🙂

Stunning Views

Unser Weg ist ein schmaler steiniger Pfad, so wie wir es am liebsten haben.
Um uns herum sind die Berge in dicke Wolkenumhänge gehüllt. Nur hier und da sieht man eine weiße Schneehaube hervorspitzeln.

Das Ziel ist Pep of Glencoe, der mit seiner wunderbaren Aussicht auf Loch Leven bestechen soll.
Heute wohl eher mit… grauer Suppe.

Schon beim Aufstieg treffen wir auf einige tierische Anwohner.
Mir wurde vor meinem Polen Urlaub davon berichtet, dass man in Polen auf jeden Fall Hirsche sieht. Nicht so das Trollviech. Kein Hirsch, weder im Wald noch auf dem Feld. Und hier?!
Hier traben sie gemächlich, wenn auch mit skeptischem Blick, nur wenige Meter an einem vorbei.

Nachdem die Herde dann doch aufgeschreckt das Weite suchte, ging es weiter.
Immer dicker werden die Wolken. Bald schon haben wir irgendwie den Pfad verloren.
Finden ihn doch dann bald darauf wieder und können so doch noch zum Gipfel aufsteigen.
Dort wartet auf uns kühler Wind und bald eine kleine Überraschung.
Ab und zu erhaschte man durch die dicken Wolken tatsächlich einen Blick auf Loch Leven und die Nachbarberge.
Bis sich wieder die nächste dicke Wolke an uns vorbei schob. Was wirklich toll ist! Ich mag das! Man befindet sich in einer Wolke! Wann hat man das schon? 😉

Und dann besuchte uns auch noch eine gut getarnte tierische Überraschung! 🙂
Tatsächlich haben uns Mr. Und Mrs. Ptarmigan (zu Deutsch: Schneehuhn) eine kurze Audienz gegeben.

Als diese etwas entnervt durch uns Touris schließlich das Weite suchten, merkten wir auf einmal wie arg der Wind aufgefrischt hatte.
Und so traten wir schnell den Rückweg an.

Eine schöne Tour war das.
Nächstes Mal dann vielleicht doch bei besserer Aussicht?
Das es geht haben wir ja am nächsten Tag gesehen. 😉

Sneak peek²

Irgendwie ist das die letzte Zeit hier sehr ruhig geworden. Die Dinge, die ich noch verbloggen möchten, bilden eine immer länger werdende Schlange. Wäre da nicht so viel verplante Freitzeit und so gutes Wetter! Und überhaupt diese Blogunlust… Uff…
Damit dir nicht langweilig wird – und um dich ein bisschen an zu fixen 😉 – habe ich mal wieder ein Rezept und ein paar Bilder. Aus Schottland!
Bald gibt’s davon mehr – versprochen!

Heildelbeer-Scones
nach deli 01/2014

Zutaten:
250 g Mehl
4 TL Backpulver
1 Prise Salz
½ TL Zimt
50 g Zucker
50 g kalte Butter
eine Hand voll Heidelbeeren (TK)
1 Ei
100 ml Vollmilch

Den Ofen auf 200 Grad Umluft (bei mir Ober/Unterhitze). Mehl, Backpulver, Salz, Zimt und Zucker in einer Schüssel vermischen. Die Butter in kleine Würfel schneiden, hinzufügen und mit den Händen in der Mehlmischung zerreiben, sodass kleine Butterflocken entstehen. Dann die Heidelbeeren hinzufügen.

Ei und Milch in einer Tasse verrühren und zu der Mehl-Butter-Mischung geben. Die Masse vorsichtig mit einem Löffel zusammenfügen, sodass ein grober Teig entsteht. Dabei aufpassen, dass der Teig nicht zu viel geknetet wird.

Den Teig aus der Schüssel nehmen, auf einer bemehlten Fläche ein paar Sekunden sanft kneten und auf eine Dicke von 3 cm flach drücken. Kreise ausstechen (ich habe dafür ein Glas verwendet) und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen.

Die Scones 12 Min. (bei mir ca. 17 Min.) goldbraun backen. Etwas abkühlen lassen, aber noch warm servieren. Dazu passt Clottet Cream und Marmelade.

Im Original Rezept waren statt Heidelbeeren getrocknete Preiselbeeren vorgesehen. Aber durch den Zimt und die Blaubeeren schmecken sie ein bisschen nach Skandinavien. <3
Die Scones sind auch schön schnell und unkompliziert zubereitet. Macht sich bestimmt gut beim nächsten Bronch.

#nanoadventures

Das Rauschen des Flusses begleitete sie stetig. Das glasklare, teils eisblaue Wasser suchte sich seinen Weg zwischen den Felsen hindurch und rauschte in kleinen Kaskaden bergab.

Rotwand 2018

Um sie herum plätscherte und zwitscherte es und die Sonne ließ die Farben der blühenden Primeln, Buschwindröschen und des ersten Enzians fröhlich schillern.

Bald wurde der Pfad etwas waldiger und schmaler. So merkte sie es kaum, dass sich um sie herum – verdeckt durch die hohen Gipfel – düstere Wolken auftürmten.
Frohen Mutes führte sie jeder Schritt ihrem Ziel hin.
Die Sonne schien noch, als die ersten Tropfen ihre warme Haut kühlten.
Die Sonne schien noch, als aus den wenigen Tropfen mehr wurden.
Sie schien nicht mehr, als Hagel auf die herab prasselte.

Kühle, nasskalte Luft wehte ihr entgegen und sie suchte Schutz unter dem Vordach einer kleinen hölzernen Hütte. Der prasselnde Regen und Hagel vermischte sich mit dem stetigen Rauschen des Baches. Es wurde kühler, Wind frischte mehr und mehr auf.

Es schien nicht enden zu wollen. So entschied sie sich eine kurze Pause ein zu legen und etwas zu essen.
Sie wartete ruhig im trockenen Unterstand ab. Als der Hagel sich in ein leichtes Nieseln verwandelt hatte, ging es weiter.
Bald tat sich vor ihr ein imposanter Wasserfall auf und es begann von Neuem zu regnen. In wenigen Minuten war ihre Hose nass und die Feuchtigkeit fraß sich langsam immer weiter vorwärts.
Mit gesengtem Haupt trottete sie voran und bald erreichte sie einen Zustand der in völliger Gelassenheit aufging. Befeuert durch das gleichmäßige Rauschen des Flusses, dem Tropfen des Regens und dem gleichmäßigen Schritt. Erst als sie den Wald verließ und die Almwiesen hinauf schritt, war der Regen vorbei. Frohen Mutes schlenderte sie weiter und zuckte plötzlich erschrocken zusammen.
Hinter ihr erklang ein Donnern und zerriss erbarmungslos die Stille. Es klang beinahe so, als rolle etwas unglaublich riesiges auf sie zu. Und das erste mal seit sie den Wald verlassen hatte, wandte sie sich um.

Hinter ihr türmten sich bedrohliche schwarze Wolken über dem grauen und unheilvollen Gipfel auf.
Tiefes durchatmen. Oh nein!
Ein kurzer Blick voraus. Die Hütte, wohin der Weg führte, war noch weit entfernt. Vielleicht eine Stunde – stetig bergan. Gelassen thronte sie dort, auf ihrem Felsen. Harrte all den Dingen die da wohl noch kommen mögen.
Mit etwas schnellerem Schritt ging das Mädchen weiter. Schnaufend rannte oder stolperte es die steilen Hänge hinauf. Ihre Fersen schmerzten.
Das Donnern wurde immer bedrohlicher. Beim nächsten Donnerschlag zuckte sie gar zusammen. Wie im inneren einer Pauke hallte der Knall von Bergwand zu Bergwand und trieb sie an.
In der Senke in der sie sich befand kam sie sich so klein und nichtig vor. Gefangen in einem Käfig aus schroffen Fels und unheilvollem Wolken.
Kurz blieb sie stehen. Genoss kurz diesen Schauder. Die Angst füllte sie aus und dennoch mischte sie sich mit einer Faszination für dieses Schauspiel. Hätte so gerne diese Wolkenberge bildlich festgehalten, aber die Zeit drängte.
Ein weiteres unheilvolles Grollen riss die junge Frau aus den Gedanken und trieb sie erbarmungslos voran.
Panisch sprang sie über glitschige Felsen, rutschte im Matsch beinahe aus und versuchte so schnell wie möglich durch die letzten verbliebenen Schneefelder zu kommen. Dabei sank sie bis zu den Knien ein und musste sich mit etwas Gewalt daraus befreien.

Bald war die Hütte erreicht!
Der Wind frischte auf.
Das Donnern klang von allen Seiten heran und die ersten Blitze zuckten wie irr über die Felsen.
Das Herz schlug ihr bis in den Hals und ihre Knie begannen zu zittern. Durch ihre Hektik glitt sie aus und verfluchte den Schnee der ihr den ausgetretenen Weg nahm. Sie musste die letzten Meter über nassen Fels klettern. Wie in einem Mantra rief sie sich immer wieder zur Ruhe. Rannte dennoch fast hektisch bergan. Ihr Herz raste und pochte so laut in ihren Ohren, dass es ihren angestrengten Atem übertönte.
Als sie das Haus erreichte, wusste sie nicht ob sie vom Regen oder vom Schweiß so nass war.
Erleichtert blieb sie kurz stehen, dann öffnete sie zitternd die Tür.
Sie hatte es geschafft!

So, oder so ähnlich hat es sich zu getragen. 😉
Wenn Du den Weg nach wandern willst halte dich an diese Beschreibung. (Besser nicht an schönen Wochenenden, da der Berg einem Ameisenhaufen gleicht. Ich habe bei meiner Tour unter der Woche nur eine Handvoll Leute getroffen.)

Und vielen Dank an die zwei Mädels, die mich beim Abstieg begleitet und nach der Wanderung bis zum nächsten Bahnhof gefahren haben. 🙂

Sunliachtn

Fendels 2018

Kleine Dinge müssen groß gefeiert werden!
Und deswegen machten sich viele Menschen von nah und fern auf ins ferne oder nahe Österreich.
Dort lockte Freibier, Raclette, Schnee und das Alpenpanorama – mit freundlicher Unterstützung vom Wetter – das mit Sonnenschein einen Nachmittag mit Rodeln und anschließendem Kuchen essen auf der Terrasse möglich machte.

Fendels 2018

Fendels 2018

Da auch ein Gast vegan unterwegs ist, musste natürlich ein Kuchen her den alle essen können. Es soll ja schließlich niemand hungern! Nach einiger Recherche bin ich dann auf einen schnellen Schoko-Kirsch-Kuchen gestoßen. Und da viele nach dem Rezept gefragt haben, hier nun Jenes.

Fendels 2018

Veganer Schoko-Kirsch Kuchen
nach www.kochfrosch.blogspot.de

Zutaten:
400 g Mehl
80 g Kakaopulver
300 g Zucker
2 TL Natron
1 TL Salz
1-2 TL Zimt
2 Messersp. Nelkenpulver
240 ml Rotwein
240 ml lauwarmes Wasser (ggf. Teil durch Kirschsaft ersetzen)
2 TL Vanilleextrakt (oder 2 TL Vanillezucker)
160 ml Geschmacksneutrales Öl (Rapsöl)
2 TL Apfelessig
1 Glas Schattenmorellen, abgetropft
100g Zartbitterschokolade, in Stücke gehackt

Guss (optional):
120 g Zucker
4 EL Magarine
oder 40 ml (=2 EL und 2 TL)
— geschmacksneutrales Öl für eine palmölfreie
— und definitiv sojafreie Variante (z.B.
— Sonnenblumenöl)
2 EL Sojamilch
2 EL Kakaopulver
2 TL Vanille Extrakt oder 1 Pck. Vanillezucker und 2 TL Soja-/Hafermilch

Ofen auf 175°C Ober/Unterhitze vorheizen. Guglhupfform fetten und ausmehlieren.

Mehl und Kakaopulver in eine Schüssel sieben. Alle trockenen Zutaten hinzufügen, vermischen.

Alle flüssigen Zutaten in einem Messbecher verrühren. Zu den trockenen Zutaten geben und kurz (!) miteinaner vermengen. Kleine Pulverrester machen nichts. Falls gewollt: abgetropfte Kirschen und Schokolade hinzufügen, kurz unterheben. Teig in die Form füllen.

Auf unterster Schiene ca. 75 Minuten backen. Unbedingt eine Stäbchenprobe machen – die Backzeit kommt auch auf die Form an.

Ich habe den Kuchen schon mehrmals gebacken.
Keinen Guss, nur Puderzucker verwendet und bin mit der Variante „halb Wasser, halb Kirschssaft“ sehr zufrieden.
Zusätzlich gab es noch einen zweiten unveganen Blutorangen Kuchen nach diesem Rezept.

Fendels 2018

Fendels 2018

Abschließend muss ich allen „Gästen“ danken, es war ein wunderschönes Wochenende!
Vielen herzlichen Dank für gutes Essen, Unterstützung, Planungshilfe, Fahrgemeinschaften, Wander-Rodeln und gemeinsames Sonne tanken.
Es wurden schon Rufe laut, das Event zu wiederholen… Sehe ich da etwa eine Tradition heranwachsen? 😉

Fendels 2018
Fotoscheues Trollviech