Von Göttinen und Hausgeistern

Ein durchaus sagenumwobener Strauch, dieser liebe Holunder.
Der Ursprung des Namens ist interessant. Der Hollerbusch wurde wohl nach Frau Holle benannt. Genau, die Kissenschüttlerin aus Grimms Märchen.
Weitere Volkserzählungen lassen sie mit der germanischen Göttin Freya vergleichen. Frau Holle ist also niemand anderes als die Göttin des Glücks und der Liebe.
Im früheren Aberglauben waren Holunderbüsche bei Bauernhäusern gerne gesehen, denn dort wohnte der Hausgeist, der Hof und Vieh bewachte. Es sollte Pech über die Person bringen, die ihn fällte, ebenso Krankheit und Tod.
Wer würde all dies einem einzigen Strauch, der an jedem Wegesrand zu finden ist, zutrauen!

Marmelade und Sirup

Und so bin ich ausgezogen und habe den Hausgeist des Waldes etwas genervt und ihm ein paar Dolden abgeschwatzt. Im Trollelfenwald kennt man sich.
Daraus habe ich dann Sirup und Marmelade gezaubert.

Marmelade

Erdbeer-Holunderblüten Marmelade

Zutaten:
1 kg Erdbeeren
1 – 3 Holunderdolden
1 kg Gelierzucker 1:1
1 Zitrone
Optional einen Schuss Holunderblütensirup

Zuerst die Erdbeeren waschen und Grün entfernen, in einen großen Topf geben und pürieren.
Holunderblüten vorsichtig abzupfen und zu den Erdbeeren geben.

Die Zitrone pressen und den Saft dazu geben.

Evtl. könnt ihr noch einen Schuss Holunderblütensirup dazu machen, wenn die Holunderdolden euch nicht ausreichen sollten. Ich habe es nur gemacht, weil ich eine Dolde zu wenig fand.

Dann den Zucker dazu und nach Anleitung der Packung kochen.

Ausgekochte Gläser mit Marmelade befüllen, abkühlen lassen und danach kühl und dunkel lagern.
Wenn sie zu hell gelagert wird, kann es sein, dass die Farbe unschön wird.

Sirup

Den Sirup habe ich nach diesem Rezept angesetzt. Wirklich sehr lecker und nicht zu süß. Obwohl ich mir bei drei Kilo Zucker nicht so ganz sicher war.

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