Strandtag

Für einen Tag hatten wir uns eine kleine Strandwanderung vorgenommen.
Leider ließ uns genau bei diesem Ausflug die Sonne etwas im Stich.
Nur ein paar Tage zuvor hatten wir die Küste bei strahlendem Sonnenschein bestaunen dürfen. Das Wasser war glasklar und wunderbar blau gewesen! Der Stechginster an den Hügeln blendete einen beinahe schon mit seinen knallgelben Blüten.

Unser Weg führte zuerst nach Golspie, dort wurde das Auto am Bahnhof geparkt und dann eine Station mit dem Bummelzug zurück gelegt. Immer schön an der Küste und an diversen Schaf- und Kuhherden entlang.
Von Brora ging es dann, immer an der Küste folgend, zurück nach Golspie.
Der Strand war vorwiegend Kies und Stein und hatte etliche Sehenswürdigkeiten, die den Weg sehr kurzweilig erscheinen ließen. (Immerhin waren es knapp 10 km von Bahnhof zu Bahnhof)
Zuerst waren da zwei Delphine, die ganz nah an unserem Strand vorbei schwammen. Und dann wurden wir die Hälfte des Weges von einer Robbe bespitzelt. Wobei uns die Frage aufkam, wer begafft hier eigentlich wen? 😉

Bald kamen wir an einen Wasserfall vorbei. Ich liebe Wasserfälle! Und wann hat man das schon? Ein Wasserfall am Strand?!
Und unweit des Wasserfalls waren ziemlich gute griffige Felsen an denen man ein paar Meter hoch klettern konnte. Yes! Also konnte das Trollviech ein bissl kraxeln, die anderen Robben stalken und alle waren glücklich. 😉

Kurz vor unserem Ziel kamen wir auch noch an Dunrobin Castle vorbei, dieses gehört dem werten Duke of Sutherland. Jener hat das Recht auf Handzeichen in jedem Zug auf dieser Strecke (der natürlich direkt an seinem Häuschen vorbei kommt) kostenlos mit zu fahren.

An dem Strand wurden wir allerdings auch etwas an die unschönen Seiten der Natur erinnert. Gestartet sind wir mit etlichen toten Kormoranen, vorbei an einem halb verwesten Thümmler, lauter angeschwemmten Knochen und anderen unschönen Dingen.
Aber das ist (reale) Natur ohne Instagram-Filter.

Das Stück das wir gelaufen sind ist übrigens Teil eines des John o’Groats Trail, welcher entlang der östlichen Küste Schottlands verläuft.
Wir haben auch einen eifrigen Wanderer getroffen der den größten Teil des Wegs bereits gegangen ist. Hut ab!

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