Talk Like A Pirate Day

An jenem Tag, als es uns weiter gen Norden zog, mussten wir früh aufstehen. In schönster Morgensonne fuhren wir immer an der Küste entlang. An unserer Seite immer ein schillerndes Meer.
Unser Weg führte uns nach John o’Groats um von dort aus mit der Fähre nach St. Magrets Hope überzusetzen.
Das Wetter war recht windig und so konnte man den Wellengang gut spüren. Der Wind kühlte schnell die Finger aus, wenn man sich zu lang an der Reling festhielt. Auch die Sonne hatte sich mitlerweile hinter einen dicken Wolkenschicht versteckt.
Wir schipperten vorbei an einer kleineren Insel mit Leuchtturm, verlassenen Häusern und verfallenen Bunkern.

In St. Magrets Hope angekommen fuhren wir ein bisschen auf den Inseln herum. Aßen in einem kleinen Puppenstuben ähnlichen Tea Room Scones und kamen schließlich an das eigentliche Highlight der Reise. Es wartete die kleine Insel Brough of Brisay auf uns.

Diese konnte man bei Ebbe über einen kleinen Steg zu Fuß erreichen.
Als wir dort ankamen, war die Ebbe zwar im vollen Gange, aber wir konnten noch nicht trockenen Fußes hinüber und das Wasser war so verdammt kalt!

Auf dem Rückweg war der Steg komplett frei.

Schließlich bissen nach und nach alle drei die Zähne zusammen und wateten hinüber ans andere Ufer.

Unser Weg führte eine kleine Anhöhe hinauf, um eine atemberaubende Aussicht auf das kristallklare und karibisch blaue Wasser zu bekommen!

Wenn ich groß bin, zieh ich genau dort ein! 😉

Wir fanden auch viele Puffin-Wohnungen oberhalb der steilen Klippen, aber diese waren leider noch nicht aus dem Winterurlaub zurück gekehrt. Sehr schade…
In der Zwischenzeit hatten sich die Wolken gelichtet. So konnten wir in der Sonne sitzen, Cookies futtern und dabei Aussicht und Meeresrauschen genießen. Umgeben von Wind, Möwengekreisch und dem salzigen Geruch der See. Ich hätte ewig dort sitzen können!

Leider wartete die Fähre nicht auf uns und so mussten wir wohl oder übel unseren Rückweg antreten.
Diese Fähre brachte uns von Stromness nach Scrabster.
Vorbei an atemberaubenden Felsformationen und dem Old Man of Hoy. Wie eine Säule ragt dieser Felszahn aus dem Meer empor. Durch die sanfte Abendsonne wurde er in ein weiches Rotbraun getaucht.

Eben noch sanft im hellen Licht, schoben sich bald Wolken davor die Sonne und der Fels wirkte grau, abweisend und kalt.

Diese Insel bot vom Wasser aus einen sehr eindrucksvollen Anblick.
Um ehrlich zu sein hatte sich bei mir ziemlich schnell eine kleine Idee fest gesetzt.
Aber davon erzähle ich Dir ein anderes Mal – vielleicht, wenn es so weit ist. 😉

Schön war es mir euch, liebe Orkneys. Ich habe so das dumpfe Gefühl, dass wir uns eines Tages wieder sehen werden. 🙂

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