Lopeshymne

Island 2016

Lange hat es gedauert bis ich endlich diesen Eintrag schreiben konnte.
Ein ganz Besonderer sollte es werden, für ein ganz besonderes Projekt.
Alles begann vor zwei Jahren, als ich endlich meinen Lebenstraum erfüllt und Island besucht habe. Die Erwartungen waren hoch und wurden um so vielfach mehr übertroffen.
Schon bereits der erste Schritt auf den kargen Boden des Flughafens fühlte sich an wie nach hause kommen. Es war mehr als das – eher ein Weckruf.
Da war es wieder, das Trollviech das es eigentlich mal gewesen ist – bevor das Leben sie überrannte und sie sich irgendwo zwischen Unsicherheit, Suchen und sinnlosem Warten verloren hatte.

Island 2016

Vielleicht habe ich mir gerade deswegen sehr schwer getan dieses Projekt zu beginnen. Erst ein Jahr später sollte es so weit sein. Und dann ging es alles ganz schnell.
Im November war er dann schon fertig: Der Lopapeysa – der Islandpulli.
Das beste Souvenir das ich mir je selbst mitgebracht und erarbeitet habe!
Ursprünglich wollte ich nur Farben nehmen die natürlich an Schafen vorkommen. Da gibt es ja so viele Variationen! Von weiß bis grau, von braun zu schwarz, gescheckt, unifarben.
Und dann kam Þakgil!

Island 2016

Island 2016Schwarze Lavaformationen stechen hervor, überdeckt von grünem Moos und Flechten. Umhüllt von einem dichten Mantel aus Regenschleiern, Nebel und Wolken. Und überall die eisigen Gletscher. Genau das war es!
So wurde der Lopi zu dem was er nun ist…

Schottland 2018

Schottland 2018

Nicht nur die Herstellung und Herkunft war etwas besonderes. Als der Plan kam nach Schottland zu fahren, war klar – dort gibt es die „Erstbetragung“.
Bei ein paar Wanderungen über Ben und Glen konnte er dann seine ganze Funktonalität zeigen. Zugegeben, er hat am Anfang etwas gekratzt. Daran habe ich mich aber schnell gewöhnt und ein Shirt drunter gezogen. Er hält Wind und auch kurze Regenschauer ab – riecht aber danach ein paar Stunden nach nassem Schaf. 😉

Schottland 2018Waschen muss man ihn nicht, einfach über Nacht lüften reicht vollkommen aus. Durch die breiten Maschen kommt genug Luft an die Haut, das man so gut wie nicht schwitzt. Und sollte man es dann doch einmal, dann nimmt die Wolle den Geruch nicht an. Zauberei?
Nö, Wolle hat die Eigenschaft sich im gewissen Maß selbst zu reinigen. Und wenn dann doch mal ein Klecks drauf sein sollte, kann man mit Lappen und kaltem Wasser einzelne Flecken weg bekommen.
Mittlerweile hat er mir auch schon bei Orkanböen, Eisregen und klirrendem Frost im norwegischen Fjell beigestanden. Zuverlässig hat er mich warm und trocken gehalten. Takk fyrir!

Norwegen 2018

Was soll ich abschließend sagen? Nie wieder Fleecejacken!
Lopi: große Liebe, große Freiheit! Ich bin gespannt wie viele Abenteuer wir zusammen erleben werden! <3

Island 2016

Schnitt: Afmæli von Lopidesign, in diesem Falle den Blue adult sweater in Größe M.
Wolle: Létt-Lopi in Moosgrün, Naturschwarz und Naturgrau.
Die Mengenangabe der Wolle war sehr großzügig bemessen, bei mir ist jede Menge übrig geblieben, vor allem von grau und grün.
Fazit: Schön schnell zu stricken (einen Monat habe ich gebraucht). Guter Mix aus supiden Runden, Abnahmen und Muster in mehreren Farben. Keine Maschenprobe gemacht, Ärmel etwas verlängert.
Gerne hätte ich noch einen Strickjacke aus dieser Wolle… Fährt demnächst jemand nach Island? 😉

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