Sommer-Roadtrip Part II

Sommer-Roadtrip Part II

Etappe 1 / 2 – Ammer-Amper-Radweg
FFB – Weilheim – Peißenberg

Vor zwei Jahren ging es auf dem Ammer-Amper-Radweg und dem Isar-Radweg bis nach Österreich zur Quelle der Isar.
Eigentlich hatte ich ursprünglich vor, eine Runde zu fahren und von der Isar-Quelle zur Ammer-Quelle und wieder zurück nach hause zu fahren.
Aus Gründen habe ich die Tour dann abgebrochen – was vollkommen okay war.
Aber wer mich näher kennt, der weiß: so halbe Sachen mag ich nicht. Entweder ganz oder gar nicht!
Und je schneller, desto besser – es muss ja nicht jede Herausforderung über zehn Jahre auf der Bucketlist warten.

Da es letztes Jahr um die Festivals auf dieser Welt schlecht gestellt war, hatte ich eine Woche nicht verplanten Urlaub. Und so beschloss ich die Runde fertig zu machen.
Leider ist mir zuvor der Zug der Gangschaltung gerissen, so dass ich wochenlang nur mit 3 Gängen fahren konnte.
Die Fahrradläden in der Umgebung hatten (dank der Corona Fahrradkauf/Reparatur Panik) alle keine zeitlichen Slots mehr, um es zu reparieren. Bis ich kurz vor meinem Urlaub doch noch jemanden gefunden habe, der mir das schnell gefixt hat.
So konnte ich kurzfristig die Satteltaschen packen und an einem schönen sonnigen Julitag los fahren.

Dieses Mal startete ich die Tour gegen den Uhrzeigersinn und fuhr von Fürstenfeldbruck in Richtung Oberammergau.
In anderer Starbesetzung, als das Jahr zuvor. Caturix blieb daheim im kühlen Keller und meine schwarze Schönheit, das Haus-und-Hof-Trekking-Rad, durfte zeigen was es kann.
Und so konnte auch dieses Mal mein Zelt mit. 🙂

Der Teil des Ammer-Amper-Radwegs von Fürstenfeldbruck zum Ammersee ist mir schon hinlänglich bekannt und ich freute mich, als ich hinter Grafrath bereits die Alpen am Horizont erblicken konnte.
Bei blauem Himmel und noch moderaten Temperaturen ging es weiter zum Ammersee und bei Schondorf gab es die erste Pause.
Dann ging es geschwind durch Mischwälder und entlang der kleinen Mini-Bahnlinie in Richtung Dießen – dem südlichen Ufer des Ammersees.
Hier machte ich eine ausgiebige Mittagspause inklusive Abkühlung im See.

Kleiner Fakt am Rande:
Südlich des Ammersees heißt die Amper noch Ammer.
Erst wenn sie am nördlichen Teil den See wieder verlässt, heißt sie Amper.
Daher auch der Name Ammer-Amper-Radweg.

In brütender Mittagshitze ging es weiter über Feldwege in praller Sonne. Unterwegs entdeckte ich, dass ich auf der Storchenrunde unterwegs war und die machte ihrem Namen alle Ehre.
So viele schwarz-weiß-roten Vogelfreunde habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Als ich schließlich in Weilheim angekommen war, traf ich mich ganz spontan auf ein Eis mit einem Kumpel.
Frisch gestärkt ging es dann die letzten Kilometer zum Campingplatz.
Gerade am letzten Teil des Weges ging es wieder mehr mit der Ammer auf Tuchfühlung. Zuvor hatte man sie irgendwo zwischen Weilheim und Ammersee verloren.

Unterwegs versäumte ich es leider an einer Bank vorbei zu fahren – man kann ja heutzutage überall mit Karte zahlen. Nicht!
Nach einem extra Umweg zur nächsten Bank, konnte ich endlich mein Zelt aufstellen und den Abend ausklingen lassen.
Hier hatte ich einen sehr sportlichen älteren Herren als Dauercamper-Nachbar. Dieser hatte eine Hantelbank vor dem Wohnwagen und stemmte laut und deutlich Gewichte. Als er damit fertig war, bat er meiner zeltenden Nachbarin an, sie dürfe ruhig rüber kommen und auch ein paar Gewichte heben. Sie lehnte dankend ab.
Als er mich später beim Abendessen auf dem Boden sitzen sah, hat er mir tatsächlich einen Stuhl angeboten – was ich dankend ablehnte.
Unterwegs trifft man die lustigsten Leute. 🙂

Nachdem Abendessen gab es dann noch einen kleinen Sparziergang zum nächsten Aussichtspunkt um die Abendsonne zu genießen. Inklusive Blick auf die Benediktenwand, in nicht mehr ganz so weiter Ferne.

Etappe: leider nicht getracked, ca. 74 km
APL: 1

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