Von Mauerblümchen
Endlich! Die Sonne scheint über Tage hinweg. Das kennen wir von dem hiesigen Wolkenfeld gar nicht. Und die Krokusse sind so freundlich, uns – in überaus großer Anzahl – die Ehre zu erweisen. Frühling, wir haben dich doch vermisst…
Endlich! Die Sonne scheint über Tage hinweg. Das kennen wir von dem hiesigen Wolkenfeld gar nicht. Und die Krokusse sind so freundlich, uns – in überaus großer Anzahl – die Ehre zu erweisen. Frühling, wir haben dich doch vermisst…
Fluffig-weiches Limonenblau. So könnte man die Wolle beschreiben. Für mich war es von Anfang an die Wasserleiche. Familiengerechter: Wassermann-Wolle. Frisch aus dem Tümpel. Macht sich ganz gut, so auf dem Kopf. Immerhin bietet sie bei diesem trüben Februarwetter einen erfrischenden Farbfleck. Verstrickt: Malabrigo Merino Worsted in Lime Blue. Strickmuster: Star Crossed Slouchy Beret Schnelle Strickmütze, die man in zwei Abenden fertig bekommen kann. Hat bei mir leider wenig bis gar kein „Slouch“. Sitzt recht locker und ist durch die groben…
Momentan mache ich so unglaublich viel Nichts. Es wird viel gebacken – für nicht stattfindende Geburtstagsfeiern, die einem 24 Muffins bescheren, welche man dann verdrießlich vergnügt binnen zweier Tage vertilgt. Gestrickt – und wieder auf geribbelt. Es wird viel Genäht – aber die letzte Naht fehlt, oder Knöpfe… Gestern wurde ich dann als Malermeister angeheuert. Wände streichen! Nun gut, so verschlug es mich für einen Tag ins Ländle. Muffins und Papierhut im Gepäck. Um den Kampf mit schlecht deckender Farbe…
Sonne. Im Sommer zu viel davon, im Winter zu wenig. Hier kann ich mich gerade an einen Sonnentag erinnern, das war der Dienstag letzte Woche. Als ich erstaunt daheim festgestellt habe, dass die Krokusse schon vorsichtig ihre Fühler gen Frühling ausstrecken. Sonnst zeigt sich das Wetter eher monochrom. Wo ist der richtige Winter geblieben? Der mit Sonne, klirrender Kälte und Schnee? Egal. Wenn draußen die Sonne nicht scheint und es scheinbar ununterbrochen regnet, dann machen wir uns das wohlige warme…
Zuerst waren da viele Worte die ich nicht verstanden habe, die ich nachschlagen musste. Doch wie bei den meisten fremdsprachigen Büchern braucht man gar nicht nachschlagen. Man weiß einfach welche Bedeutung sie haben. Wenn der Autor sie benutzt, dann passen sie, egal ob man sie zu hundert Prozent richtig mit ins deutsche nimmt. Man weiß, was der Autor schreibt. Damit meine ich nicht nur das profane Schreiben an sich. Man kann fühlen, sehen, riechen, hören wie der Autor gerade eben…
Winter, Advent, Weihnachten. Oder Advent, Weihnachten, Winter. So war es zumindest dieses Jahr. So viel hatte ich vor und so viel Zeit ist mir einfach durch die mit schwarzem Dreck überzogenen Hände geglitten. Advent. Wenn der Leuchtstern am Fenster hängt, die vier Kerzen nach und nach an gezündet werden. Viel Tee, Punsch, vier Sorten Plätzchen. Weihnachten. Zog wie mit Watte eingepackt vorbei. Und der Winter verabschiedete mich aus dem verschneiten München. Verfolgte den Zugvogel und überraschte mit morgendlicher Schneedecke. Winter!…
Diesen Advent hatte ich so viel vor und bin zu nichts gekommen. Irgendwas lief nicht ganz rund seit November. Aber zwei kleine Geschenke konnte ich dann doch noch binnen einiger Tage stricken. Die Beschenkte hatte sich eine Mütze in einem schönen Lila gewünscht. Und da wir ja alle schon erwachsen sind und der Zauber von Weihnachten somit so gut wie tot ist, habe ich sie dann auch gleich das Garn und die Farbe aussuchen lassen. Ein Hoch auf das Internet!…
Wie ist die Welt wohl gewesen, als es noch keine E-Mail oder SMS gab? Eines ist klar, sie muss viel schöner gewesen sein! Früher gab es sicherlich viel mehr Post die einen erfreut hat, nicht nur Rechnungen und Werbung. Ein handgeschriebener Brief bei dem sich jemand wirklich Mühe gegeben hat. Damals sogar noch mit Kurrent geschrieben. Das ist diese schöne grazile Schrift die, wie von Feenhand, auf das Papier geschnörkelt wurde… Ja, früher war die Welt sicherlich besser! Also, zumindest…
Licht. Nicht nur bei Sonnenuntergängen zeichnet die Sonne wunderschöne Stillleben in den Himmel – oder auf Wasser. Und langsam hieß es Abschied nehmen.
Heute war ich am Rhein unterwegs. Dort wurden die Deiche gepflegt, von diesen netten Pulloverschweinen. Allerdings hatten die heute wohl auch frei und haben gemächlich in der Abendsonne geschlummert. Ein paar kleine Lämmchen waren auch unter ihnen. Ein frommer Wunsch wird bei so vielen wolligen Begleitern sicher erfüllt; dass die Kleinen nachts nicht zu sehr frieren. Und wenn du heute Nacht Probleme mit dem Einschlafen hast, dann zähl einfach die Schäfchen auf den folgenden Bildern.