Oachkatzlschwoaf

Oachkatzerl

Ich weiß nicht, ist das so etwas wie virales Marketing?
Da tauchen sie überall auf, diese knuffigen Socken!
Perfekt für kühle Sommerabende im Trollwald, oder um in ein paar Monaten Haselnüsse sammeln zu gehen.

Sehet her, Tiere des Waldes! Oachkatzerlsocken!

Oachkatzerl

Oachkatzerl

Oachkatzerl

Kein Ballett!

Strickmuster: Ekornsokkene zu finden bei Ravelry
Wolle: Garnstudio DROPS Deligt in Farbe 08 (grünmeliert) & 02 (braunmeliert), Garnstudio DROPS Fabel in Farbe weiß
Toe-Up gestrickt, dass heißt von den Zehen an nach oben gestrickt. Das habe ich noch nie ausprobiert und mich irgendwie auch noch nicht dran getraut. Vor allem kam wieder diese Bummerangferse dran, mit der ich auf Kriegsfuß stehe…
Und dann sah ich, dass es einen kleinen Bug gab. Die Anleitung war nicht auf englisch verlinkt. Nur norwegisch.
Wie gut, dass ich mal ein paar Jahre norwegisch gelernt habe! Eine neue Herausforderung! Misson accepted.
Aber das mit dir, liebe Bummerangferse, das hat keine Zukunft…

Oachkatzerl

Lieblichknuffeltal mit Piercings

Neulich, da war Sommer. Sommer hält man hier in der Nähe des Rheines nicht aus. Also zog es uns hinauf hin höhere Gefilde!
Herr Troll durfte im Wanderbuch blättern und sich Routen raus suchen. Wir haben schnell gelernt, das nur die Routen mit hoher Kondition und schwerem Gelände ansprechend sind.
Das Buch versprach uns wunderbare Aussichten ins Tal bis hin zu den Vogesen.

Romantisches Bühlertal

Zuerst ging es bergauf immer an einem kühlen plätschernden Bachlauf und kleinen Wasserfällen entlang. Von den 30 Grad war nichts mehr zu spüren. Schön im Schatten, von Vogelgezwitscher und Plätschern begleitet, stiegen wir über große Felsen, bemooste Steine und hölzerne Brücken bergan.

Romantisches Bühlertal

Oben angekommen ging der Weg nun weiter durch den Wald. Hinauf zum Wiedenfelsen und wurden belohnt mit Steintürmen die sich aus dem Dickicht des Waldes streckten. Wir fühlten uns ans Elbsandsteingebirge zurück versetzt.

Romantisches Bühlertal

Leider verpassten wir eine Weggabelung, somit auch eine weitere Aussicht und mussten durch die Sonne an der Schwarzwald Hochstraße entlang gehen. Immer begleitet von lärmenden Motorengeräuschen. Wurden aber dann bald wieder mit Wald und dem richtigen Weg belohnt.

Romantisches Bühlertal

Wie versteinerte Trolle saßen dort die riesigen Felsen. Umwoben von den Lichtstrahlen die durch das Blättermeer flossen.

Romantisches Bühlertal

Wer diese Tour nach wandern will kann sich diesen Link mal genauer unter die Lupe nehmen. Das ist ungefähr die Route, die wir laufen wollten.
Leider war – wie beinahe jeder Wanderweg im Schwarzwald – die Beschilderung etwas löchrig.
Und so haben wir die Abzweigung zum dritten Aussichtspunkt verpasst. So kamen wir leider direkt an der Schwarzwald Hochstraße am Hundseck an. Es war ein Umweg von 2-3 Kilometern, aber dennoch nervig!
Später war der sog. Briefträgerweg nicht mehr ausgeschildert und unser Pfad führte direkt in die Baustelle von Forstarbeitern. Super! Unterwegs haben wir noch Leute mit Karte getroffen, die ähnliche Probleme hatten wie wir…
Alles in allem aber eine sehr schöne Tour die bei heißem Wetter zu empfehlen ist und nicht durch zu liebliche Landschaften führt. Ein Weg mit Charakter!

Von Göttinen und Hausgeistern

Ein durchaus sagenumwobener Strauch, dieser liebe Holunder.
Der Ursprung des Namens ist interessant. Der Hollerbusch wurde wohl nach Frau Holle benannt. Genau, die Kissenschüttlerin aus Grimms Märchen.
Weitere Volkserzählungen lassen sie mit der germanischen Göttin Freya vergleichen. Frau Holle ist also niemand anderes als die Göttin des Glücks und der Liebe.
Im früheren Aberglauben waren Holunderbüsche bei Bauernhäusern gerne gesehen, denn dort wohnte der Hausgeist, der Hof und Vieh bewachte. Es sollte Pech über die Person bringen, die ihn fällte, ebenso Krankheit und Tod.
Wer würde all dies einem einzigen Strauch, der an jedem Wegesrand zu finden ist, zutrauen!

Marmelade und Sirup

Und so bin ich ausgezogen und habe den Hausgeist des Waldes etwas genervt und ihm ein paar Dolden abgeschwatzt. Im Trollelfenwald kennt man sich.
Daraus habe ich dann Sirup und Marmelade gezaubert.

Marmelade

Erdbeer-Holunderblüten Marmelade

Zutaten:
1 kg Erdbeeren
1 – 3 Holunderdolden
1 kg Gelierzucker 1:1
1 Zitrone
Optional einen Schuss Holunderblütensirup

Zuerst die Erdbeeren waschen und Grün entfernen, in einen großen Topf geben und pürieren.
Holunderblüten vorsichtig abzupfen und zu den Erdbeeren geben.

Die Zitrone pressen und den Saft dazu geben.

Evtl. könnt ihr noch einen Schuss Holunderblütensirup dazu machen, wenn die Holunderdolden euch nicht ausreichen sollten. Ich habe es nur gemacht, weil ich eine Dolde zu wenig fand.

Dann den Zucker dazu und nach Anleitung der Packung kochen.

Ausgekochte Gläser mit Marmelade befüllen, abkühlen lassen und danach kühl und dunkel lagern.
Wenn sie zu hell gelagert wird, kann es sein, dass die Farbe unschön wird.

Sirup

Den Sirup habe ich nach diesem Rezept angesetzt. Wirklich sehr lecker und nicht zu süß. Obwohl ich mir bei drei Kilo Zucker nicht so ganz sicher war.

Dreibeinige Kopffüßler

Also so langsam fühle ich mich wie in einer Großproduktion. So viel Nachwuchskrams, wie ich im Moment stricke…
Tja, wird wohl das Alter sein.
Dafür gibt es hier dann öfters etwas Neues zu sehen.

Puschen

Und da es nun wirklich nicht mehr die richtige Zeit für Wollmützen ist, gibt es heute ein Paar – also drei – Baby Booties.
Booties! Was für ein schreckliches Wort! Verbinde ich immer mit rosa Nagellack, also sagen wir Puschen.

Puschen

Wieder für einen neuen Erdenbürger. Und nein, ich glaube kaum das der Nachwuchs drei Füße hat. Wissen tue ich es natürlich noch nicht. 😉
Da sie mittlerweile trotz Streik mal angekommen sein müssen, erlaube ich mir auch gleich mal gesammelte Werke vor zu zeigen.

Puschen

Schnittmuster: Dreamy Baby Booties in der Größe „Newborn“
Wolle: Reste von Zwerger Garn Opal Hundertwasser
Was neu für mich war, dass man die Schuhe von oben nach unten strickt und anschließend mit dem Kitchener Stitch verschließt. So sieht man kaum, dass es nicht komplett gestrickt ist.
Den Kitchener Stitch erklärt dieses Video sehr gut.

Fels

Wettersteingebirge 2015

So vieles ändert sich. Das kann gut, aber auch schlecht sein. Manchmal da scheint einen dieser Wandel schier zu zerreißen, zu zerdrücken. Da braucht man etwas an das man sich klammern kann.
Die Vergangenheit. Denn sie bleibt einem, egal was in der Gegenwart gerade passiert.
Und manchmal, ja, manchmal ist es auch einfach schön Orte dieser vergangenen Zeit zu besuchen.

Partnachklamm

Ein solcher Ort ist die Partnachklamm in Garmisch Partenkirchen. Schon als kleines Trollkind hätte ich dort Stunden, gar Tage, verbringen können. Felsen und Wasser bestaunend. Das niemals verhallende Rauschen des Flusses, der so langsam aber sicher die Vergangenheit aus dem Stein wischt.

Partnachklamm

Die Ertastbarkeit der Naturgewalten.

Partnachklamm

Die Erkenntnis, dass man nur einer dieser vielen Tropfen ist, der sich fein über dem Felsen ergießt und dennoch eine feine Spur hinterlassen wird.

Partnachklamm

Endlichkeit, in seiner schönsten Form!

Partnachklamm

Partnachklamm

Wettersteingebirge

Wer den Hamster nicht ehrt…

Bevor ich hier lauter neue Sachen zeige, sollte ich vielleicht einmal Altlasten abarbeiten.
Hier eine vom Januar. Fotos schon lange geschossen, Objekt noch nicht verschenkt und dann irgendwie… vergessen.
Dabei hat mir das Basteln dieses Geschenks so viel Spaß gemacht!

Hämbsty

Dem Beschenkten „gefiel“ das Geschenk nur so lange, bis der gut vom Hipster-Schal verdeckte Apfel zum Vorschein kam.

Hämbsty

Also ein wunderbares Geschenk um danach in der Schublade zu verstauben…
Undankbar! 😉

Hämbsty

Und noch mehr Häschen…

St. Pauli Mütze

Wie ich im letzten Eintrag schon geschrieben habe, blieb es nicht bei einem Mützchen. Schließlich schlüpfte bereits vor Ostern schon ein weiteres Menschenkind.
Und auch wenn ich es nicht so mit Menschenkindern habe – Trolle sind eh viel niedlicher! – bestrickt werden sie dennoch gerne.

St. Pauli Mütze

Diese Mütze war dem Nachwuchs leider etwas zu groß. Aber so kann man ja noch rein wachsen.
Auch wenn im Sommer der Bedarf an Wollmützen wohl eher gering ausfallen wird.

St. Pauli Mütze

Schnittmuster: Garter Ear Flap Hat in kleinster Größe.
Wolle: Die Wolle war ein alter Rest den mir irgendjemand mal geschenkt hat. Ließ sich auch gut mit der 5 mm Nadel verstricken. Wurde nur etwas fester vom Griff her, da die Wolle nicht so fluffig war.
Der Unterschied war dieses Mal nur maginal: die Abnahmen habe ich dieses Mal richtig gemacht.

Ein Tag am Meer

Nach Mützchen und anderen Projekten, die halbfertig ihr Unwesen treiben, habe ich noch ein Geburtstagsgeschenk gebraucht.
Das Projekt musste binnen weniger Wochen fertig werden. Also wurden die Stricknadeln und Wolle einfach überall mit hin genommen. Nach Südbaden, in den Ruhrpott und auch noch ins Elsass. Zuletzt ging es dann auf Reise in meine ehemalige oberbayerische Heimat Oberbayern. Siebenmeilenstrümpfe sozusagen.

Therminal-Socks

Therminal-Socks

Therminal-Socks

Und wenn du dir die Strümpfe mal genau anschaust. Hörst du da nicht auch leise Möwen im Hintergrund? Rauschen von aufgepeitschtem Wasser, das vor einer dunklen Wolkendecke die Gischt gen das Land treibt.
Der Sand unter den Füßen, das Salz in der Luft, der Wind in den Haaren. Die Sonne, die sich trotz der Wolken einen Weg bahnt.

Leba 2014

Muster: Thermal Textured Socks (bei Ravelry oder hier)
Wolle: Garnstudio Drops Delight Nr. 174
Aus wunderbarer gefärbter Wolle, die sich leider am Anfang nicht sonderlich gut verstricken lies. Leider filzt sie auch ziemlich. Hoffe nur, dass sich das nicht beim Tragen bemerkbar macht.
Ich weiß schon warum ich Wolle lieber anfasse, bevor ich sie kaufe.
Muster ist eingängig, man muss nur rechte und linke Maschen beherrschen.
Nur die Größenangaben waren etwas verwirrend. So habe ich die „Frauengröße“ für Größe 42 genommen und sie ist tendenziell immer noch ein bisschen zu weit. Dabei stricke ich eigentlich ziemlich eng.
Dafür war die Ferse endlich ohne Löcher! Weiß jemand wie sich diese Art Ferse nennt?

Osterhasenmär

Von der Wasserleichenwolle hatte ich noch ein bisschen über. Und da an Ostern ein Osterhase geschlüpft ist, habe ich schnell eine kleine Mütze gestrickt.
Bald darauf ging es auch schon auf große Reise. Ein Päckchen wurde also bestückt, mit vielen kleinen Dingen für Leib und Seele. Zunächst in den Nordwesten Deutschlands und bald darauf wanderte es weiter in den hohen Norden. Dort brauchen Hasenkinder eben einen Satz heiße Ohren.

Osterhasenmütze

Osterhasenmütze

Nun, ich gebe zu, vielleicht nicht genau die perfekteste Farbwahl für Norweger.
Nach Ostern kam dennoch die frohe Kunde: Mütze passt. Perfekt!
Leider wird der kleine Klops davon dann nicht all zu lange was haben. Schade…

Osterhasenmütze

Verstrickt: Malabrigo Merino Worsted in Lime Blue.
Strickmuster: Garter Ear Flap Hat
Schönes kleines Projekt, das sich an zwei Abenden locker stricken lässt.
Habe bei den Abnahmen etwas geschlafen und so kam dieses spiralförmige Muster heraus. Allerdings finde ich die Mützen dadurch sogar viel hübscher als das Original.
Ich verrate nicht zu viel: Es blieb nicht die erste Mütze dieser Art.

Pusteblume

Osterzopf

Da verschwindet er schon wieder. Mit hoppelnden Schritten im Sonnenuntergang.
Was soll’s: nach Ostern ist vor Ostern.
Und eigentlich hatte ich so viel vor! Ostereier bemalen und irgendwo hin hängen. Vielleicht Weidenkatzerl kaufen, für ein bisschen mehr Puscheligkeit in der Trollhöhle.
Aber nein. Irgendwie war Ostern wieder zu schnell da und dann auch schon wieder weg.
Dennoch, eine typische Ostersache habe ich mir doch noch gegönnt. Einen Osterzopf. Und was für einer! Gleich beim ersten Versuch wurde er… sakriköstlich.

Osterzopf

Hefezopf
Deli 1/2014

Zutaten:
250 ml Milch
20 g frische Hefe
75 g Zucker
1 Ei (Kl. L)
1½ TL Meersalz
500 g Mehl (Type 550)
75 g weiche Butter
Mehl zum Bearbeiten
2 EL Hagelzucker

Milch lauwarm erwärmen. Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit wenig lauwarmer Milch und dem Zucker glatt rühren. Ei verquirlen, 3 EL davon zugedeckt kalt stellen. Restliches Ei, restliche Milch, Salz und Mehl hinzufügen und mit den Knethaken der Küchenmaschine bei niedriger Geschwindigkeit 3 Minuten kneten. Tempo erhöhen, weitere 5 Minuten kneten. Butter würfeln und nach und nach unter den Teig kneten. Bei hohem Tempo weitere 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten.

Schüssel mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Den Teig dritteln und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen.

3 Stränge von je 40 cm Länge ausrollen und sehr locker flechten. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Den Hefezopf mit dem gekühlten Ei bestreichen. Hagelzucker darüberstreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft 180 Grad) auf der 2. Schiene von unten 25 Minuten backen. Die letzten 10 Minuten eventuell mit Alufolie abdecken.