Dreibeinige Kopffüßler

Also so langsam fühle ich mich wie in einer Großproduktion. So viel Nachwuchskrams, wie ich im Moment stricke…
Tja, wird wohl das Alter sein.
Dafür gibt es hier dann öfters etwas Neues zu sehen.

Puschen

Und da es nun wirklich nicht mehr die richtige Zeit für Wollmützen ist, gibt es heute ein Paar – also drei – Baby Booties.
Booties! Was für ein schreckliches Wort! Verbinde ich immer mit rosa Nagellack, also sagen wir Puschen.

Puschen

Wieder für einen neuen Erdenbürger. Und nein, ich glaube kaum das der Nachwuchs drei Füße hat. Wissen tue ich es natürlich noch nicht. 😉
Da sie mittlerweile trotz Streik mal angekommen sein müssen, erlaube ich mir auch gleich mal gesammelte Werke vor zu zeigen.

Puschen

Schnittmuster: Dreamy Baby Booties in der Größe „Newborn“
Wolle: Reste von Zwerger Garn Opal Hundertwasser
Was neu für mich war, dass man die Schuhe von oben nach unten strickt und anschließend mit dem Kitchener Stitch verschließt. So sieht man kaum, dass es nicht komplett gestrickt ist.
Den Kitchener Stitch erklärt dieses Video sehr gut.

Fels

Wettersteingebirge 2015

So vieles ändert sich. Das kann gut, aber auch schlecht sein. Manchmal da scheint einen dieser Wandel schier zu zerreißen, zu zerdrücken. Da braucht man etwas an das man sich klammern kann.
Die Vergangenheit. Denn sie bleibt einem, egal was in der Gegenwart gerade passiert.
Und manchmal, ja, manchmal ist es auch einfach schön Orte dieser vergangenen Zeit zu besuchen.

Partnachklamm

Ein solcher Ort ist die Partnachklamm in Garmisch Partenkirchen. Schon als kleines Trollkind hätte ich dort Stunden, gar Tage, verbringen können. Felsen und Wasser bestaunend. Das niemals verhallende Rauschen des Flusses, der so langsam aber sicher die Vergangenheit aus dem Stein wischt.

Partnachklamm

Die Ertastbarkeit der Naturgewalten.

Partnachklamm

Die Erkenntnis, dass man nur einer dieser vielen Tropfen ist, der sich fein über dem Felsen ergießt und dennoch eine feine Spur hinterlassen wird.

Partnachklamm

Endlichkeit, in seiner schönsten Form!

Partnachklamm

Partnachklamm

Wettersteingebirge

Wer den Hamster nicht ehrt…

Bevor ich hier lauter neue Sachen zeige, sollte ich vielleicht einmal Altlasten abarbeiten.
Hier eine vom Januar. Fotos schon lange geschossen, Objekt noch nicht verschenkt und dann irgendwie… vergessen.
Dabei hat mir das Basteln dieses Geschenks so viel Spaß gemacht!

Hämbsty

Dem Beschenkten „gefiel“ das Geschenk nur so lange, bis der gut vom Hipster-Schal verdeckte Apfel zum Vorschein kam.

Hämbsty

Also ein wunderbares Geschenk um danach in der Schublade zu verstauben…
Undankbar! 😉

Hämbsty

Und noch mehr Häschen…

St. Pauli Mütze

Wie ich im letzten Eintrag schon geschrieben habe, blieb es nicht bei einem Mützchen. Schließlich schlüpfte bereits vor Ostern schon ein weiteres Menschenkind.
Und auch wenn ich es nicht so mit Menschenkindern habe – Trolle sind eh viel niedlicher! – bestrickt werden sie dennoch gerne.

St. Pauli Mütze

Diese Mütze war dem Nachwuchs leider etwas zu groß. Aber so kann man ja noch rein wachsen.
Auch wenn im Sommer der Bedarf an Wollmützen wohl eher gering ausfallen wird.

St. Pauli Mütze

Schnittmuster: Garter Ear Flap Hat in kleinster Größe.
Wolle: Die Wolle war ein alter Rest den mir irgendjemand mal geschenkt hat. Ließ sich auch gut mit der 5 mm Nadel verstricken. Wurde nur etwas fester vom Griff her, da die Wolle nicht so fluffig war.
Der Unterschied war dieses Mal nur maginal: die Abnahmen habe ich dieses Mal richtig gemacht.

Ein Tag am Meer

Nach Mützchen und anderen Projekten, die halbfertig ihr Unwesen treiben, habe ich noch ein Geburtstagsgeschenk gebraucht.
Das Projekt musste binnen weniger Wochen fertig werden. Also wurden die Stricknadeln und Wolle einfach überall mit hin genommen. Nach Südbaden, in den Ruhrpott und auch noch ins Elsass. Zuletzt ging es dann auf Reise in meine ehemalige oberbayerische Heimat Oberbayern. Siebenmeilenstrümpfe sozusagen.

Therminal-Socks

Therminal-Socks

Therminal-Socks

Und wenn du dir die Strümpfe mal genau anschaust. Hörst du da nicht auch leise Möwen im Hintergrund? Rauschen von aufgepeitschtem Wasser, das vor einer dunklen Wolkendecke die Gischt gen das Land treibt.
Der Sand unter den Füßen, das Salz in der Luft, der Wind in den Haaren. Die Sonne, die sich trotz der Wolken einen Weg bahnt.

Leba 2014

Muster: Thermal Textured Socks (bei Ravelry oder hier)
Wolle: Garnstudio Drops Delight Nr. 174
Aus wunderbarer gefärbter Wolle, die sich leider am Anfang nicht sonderlich gut verstricken lies. Leider filzt sie auch ziemlich. Hoffe nur, dass sich das nicht beim Tragen bemerkbar macht.
Ich weiß schon warum ich Wolle lieber anfasse, bevor ich sie kaufe.
Muster ist eingängig, man muss nur rechte und linke Maschen beherrschen.
Nur die Größenangaben waren etwas verwirrend. So habe ich die „Frauengröße“ für Größe 42 genommen und sie ist tendenziell immer noch ein bisschen zu weit. Dabei stricke ich eigentlich ziemlich eng.
Dafür war die Ferse endlich ohne Löcher! Weiß jemand wie sich diese Art Ferse nennt?

Osterhasenmär

Von der Wasserleichenwolle hatte ich noch ein bisschen über. Und da an Ostern ein Osterhase geschlüpft ist, habe ich schnell eine kleine Mütze gestrickt.
Bald darauf ging es auch schon auf große Reise. Ein Päckchen wurde also bestückt, mit vielen kleinen Dingen für Leib und Seele. Zunächst in den Nordwesten Deutschlands und bald darauf wanderte es weiter in den hohen Norden. Dort brauchen Hasenkinder eben einen Satz heiße Ohren.

Osterhasenmütze

Osterhasenmütze

Nun, ich gebe zu, vielleicht nicht genau die perfekteste Farbwahl für Norweger.
Nach Ostern kam dennoch die frohe Kunde: Mütze passt. Perfekt!
Leider wird der kleine Klops davon dann nicht all zu lange was haben. Schade…

Osterhasenmütze

Verstrickt: Malabrigo Merino Worsted in Lime Blue.
Strickmuster: Garter Ear Flap Hat
Schönes kleines Projekt, das sich an zwei Abenden locker stricken lässt.
Habe bei den Abnahmen etwas geschlafen und so kam dieses spiralförmige Muster heraus. Allerdings finde ich die Mützen dadurch sogar viel hübscher als das Original.
Ich verrate nicht zu viel: Es blieb nicht die erste Mütze dieser Art.

Pusteblume

Osterzopf

Da verschwindet er schon wieder. Mit hoppelnden Schritten im Sonnenuntergang.
Was soll’s: nach Ostern ist vor Ostern.
Und eigentlich hatte ich so viel vor! Ostereier bemalen und irgendwo hin hängen. Vielleicht Weidenkatzerl kaufen, für ein bisschen mehr Puscheligkeit in der Trollhöhle.
Aber nein. Irgendwie war Ostern wieder zu schnell da und dann auch schon wieder weg.
Dennoch, eine typische Ostersache habe ich mir doch noch gegönnt. Einen Osterzopf. Und was für einer! Gleich beim ersten Versuch wurde er… sakriköstlich.

Osterzopf

Hefezopf
Deli 1/2014

Zutaten:
250 ml Milch
20 g frische Hefe
75 g Zucker
1 Ei (Kl. L)
1½ TL Meersalz
500 g Mehl (Type 550)
75 g weiche Butter
Mehl zum Bearbeiten
2 EL Hagelzucker

Milch lauwarm erwärmen. Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit wenig lauwarmer Milch und dem Zucker glatt rühren. Ei verquirlen, 3 EL davon zugedeckt kalt stellen. Restliches Ei, restliche Milch, Salz und Mehl hinzufügen und mit den Knethaken der Küchenmaschine bei niedriger Geschwindigkeit 3 Minuten kneten. Tempo erhöhen, weitere 5 Minuten kneten. Butter würfeln und nach und nach unter den Teig kneten. Bei hohem Tempo weitere 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten.

Schüssel mit einem feuchten Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.

Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche durchkneten. Den Teig dritteln und zugedeckt 10 Minuten ruhen lassen.

3 Stränge von je 40 cm Länge ausrollen und sehr locker flechten. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und zugedeckt 45 Minuten gehen lassen.

Den Hefezopf mit dem gekühlten Ei bestreichen. Hagelzucker darüberstreuen und im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad (Gas 3, Umluft 180 Grad) auf der 2. Schiene von unten 25 Minuten backen. Die letzten 10 Minuten eventuell mit Alufolie abdecken.

Von Mauerblümchen

Endlich! Die Sonne scheint über Tage hinweg. Das kennen wir von dem hiesigen Wolkenfeld gar nicht.
Und die Krokusse sind so freundlich, uns – in überaus großer Anzahl – die Ehre zu erweisen.
Frühling, wir haben dich doch vermisst…

Frühling!

Frühling!

Frühling!

Frühling!

Frühling!

Morbides Strickwerk

Fluffig-weiches Limonenblau. So könnte man die Wolle beschreiben.
Für mich war es von Anfang an die Wasserleiche.
Familiengerechter: Wassermann-Wolle. Frisch aus dem Tümpel.
Macht sich ganz gut, so auf dem Kopf.

Wassermannsmütze

Wassermannsmütze

Wassermannsmütze

Immerhin bietet sie bei diesem trüben Februarwetter einen erfrischenden Farbfleck.

Fluffzeug

Verstrickt: Malabrigo Merino Worsted in Lime Blue.
Strickmuster: Star Crossed Slouchy Beret
Schnelle Strickmütze, die man in zwei Abenden fertig bekommen kann.
Hat bei mir leider wenig bis gar kein „Slouch“.
Sitzt recht locker und ist durch die groben Maschen wahrscheinlich zum Radfahren weniger geeignet.
Trotzdem schöne Mütze und schöne Wolle!

Kehrwoche

Momentan mache ich so unglaublich viel Nichts.
Es wird viel gebacken – für nicht stattfindende Geburtstagsfeiern, die einem 24 Muffins bescheren, welche man dann verdrießlich vergnügt binnen zweier Tage vertilgt.
Gestrickt – und wieder auf geribbelt. Es wird viel Genäht – aber die letzte Naht fehlt, oder Knöpfe…
Gestern wurde ich dann als Malermeister angeheuert. Wände streichen!
Nun gut, so verschlug es mich für einen Tag ins Ländle. Muffins und Papierhut im Gepäck.
Um den Kampf mit schlecht deckender Farbe gegen die Tapete-Of-Doom an zu treten.

Schokomuffins

Vegane Schokomuffins
(aber wir verraten es niemandem!)
Rezept von Chefkoch

Zutaten:
300 g
Mehl
50 g
Kakaopulver
250 g
Zucker
1 Pck.
Backpulver
7 EL
Pflanzenöl
375 ml
Wasser

Den Ofen auf 170° vorheizen.

Das Mehl mit Kakaopulver, Backpulver, Zucker, Öl und Wasser gut verrühren.
Den Teig in kleine Muffin-Papierförmchen füllen und 25-30 Minuten backen.

Ich habe sie noch ein bisschen mit zerhackter Zartbitterschokolade verfeinert und zuletzt noch ein kleines Toupet aus den Resten der Schokolade aufgesetzt.

Schokomuffins

Und nun, da noch ein paar Muffin-Reste übrig sind, heißt es Wunden lecken und Reste vertilgen.